Fast 15.000 Krankenschwestern und Krankenpfleger in New York City haben am Montag einen Streik begonnen und fordern höhere Vergütung, bessere Personalschlüssel und verbesserte Sicherheitsprotokolle in Krankenhäusern. Der Arbeitsausstand, einer der größten Streiks im Gesundheitswesen der letzten Jahrzehnte, veranlasste Bürgermeister Zohran Mamdani, streikende Pflegekräfte vor einem betroffenen Krankenhaus zu besuchen.
Mamdani sprach seine Unterstützung für die streikenden Pflegekräfte aus und kritisierte die Vergütungspakete der Krankenhausverwaltungen. Er argumentierte, dass Ressourcen für das Gesundheitspersonal an vorderster Front priorisiert werden sollten. "Diese Pflegekräfte sind das Rückgrat unseres Gesundheitssystems", erklärte Mamdani während seines Besuchs. "Ihre Forderungen nach fairen Löhnen und sicheren Arbeitsbedingungen sind nicht unzumutbar, insbesondere wenn wir die exorbitanten Gehälter sehen, die an Krankenhausmanager gezahlt werden."
Der Streik verdeutlicht eine wachsende Besorgnis innerhalb des Pflegeberufs in Bezug auf Burnout und Patientensicherheit. Studien, die im Journal of Nursing Administration veröffentlicht wurden, haben wiederholt einen Zusammenhang zwischen unzureichender Personalbesetzung und erhöhten Raten von medizinischen Fehlern und negativen Patientenergebnissen festgestellt. Dr. Emily Carter, Professorin für öffentliche Gesundheit an der Columbia University, kommentierte die potenziellen Auswirkungen des Streiks. "Längere Streiks können die Ressourcen der Krankenhäuser belasten und möglicherweise den Zugang zur Versorgung für gefährdete Bevölkerungsgruppen beeinträchtigen", erklärte Carter. "Die Bewältigung der zugrunde liegenden Probleme der Personalbesetzung und der Arbeitsbedingungen in der Pflege ist jedoch entscheidend für langfristige Verbesserungen der Qualität im Gesundheitswesen."
Die Gewerkschaft der Pflegekräfte, die New York State Nurses Association (NYSNA), führt seit Monaten Vertragsverhandlungen mit mehreren großen Krankenhaussystemen. Die Hauptstreitpunkte sind Gehaltserhöhungen, die die steigenden Lebenshaltungskosten in New York City widerspiegeln, und durchsetzbare Personalschlüssel, um eine angemessene Patientenversorgung zu gewährleisten. Die Gewerkschaft argumentiert, dass die derzeitige Personalbesetzung die Pflegekräfte oft zwingt, eine unhaltbar hohe Anzahl von Patienten zu betreuen, was das Fehlerrisiko erhöht und die Patientensicherheit gefährdet.
Die Krankenhausverwaltungen haben als Reaktion darauf erklärt, dass sie sich zu einer fairen Einigung mit den Pflegekräften verpflichten, aber auch mit finanziellen Zwängen konfrontiert sind. Sie argumentieren, dass die vorgeschlagenen Gehaltserhöhungen und Personalvorgaben eine untragbare Belastung für die Krankenhausbudgets darstellen und möglicherweise zu Leistungskürzungen führen würden.
Am Dienstag waren die Verhandlungen zwischen NYSNA und Krankenhausvertretern noch im Gange, wobei Bundesmediatoren die Gespräche unterstützten. Der Streik beeinträchtigt weiterhin die Patientenversorgung in mehreren Krankenhäusern in der Stadt, wobei einige Einrichtungen Krankenwagen umleiten und elektive Eingriffe verschieben. Die langfristigen Auswirkungen des Streiks auf das New Yorker Gesundheitssystem bleiben abzuwarten, aber Experten betonen, wie wichtig es ist, eine Lösung zu finden, die sowohl die Anliegen der Pflegekräfte als auch die finanziellen Realitäten des Krankenhausbetriebs berücksichtigt.
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