Paramount Skydance hat heute seine Bemühungen um Warner Bros. Discovery (WBD) verstärkt und eine Klage beim Delaware Chancery Court eingereicht, um die Vereinbarung von WBD zum Verkauf seiner Streaming- und Filmgeschäfte an Netflix anzufechten. Die Klage zielt darauf ab, das 82,7 Milliarden Dollar schwere Geschäft zwischen WBD und Netflix zu unterbrechen, das die Ausgliederung der WBD-Sparte Global Networks in eine separate Einheit namens Discovery Global vorsieht.
Paramount, unter der Leitung von CEO David Ellison, versucht aktiv, WBD-Aktionäre mit einem eigenen Angebot von 108,4 Milliarden Dollar für das gesamte WBD zu beeinflussen. In einem Brief an die WBD-Aktionäre kündigte Ellison die Klage an und forderte, dass WBD Details zur Bewertung des Global Networks Stub Equity, der gesamten Netflix-Transaktion und der Mechanismen zur Reduzierung des Kaufpreises für Schulden innerhalb des Netflix-Deals offenlegt.
Die Klage bringt Unsicherheit in die Medienlandschaft und könnte sich auf die Bewertungen aller drei beteiligten Unternehmen auswirken. Der Aktienkurs von WBD könnte Volatilität erfahren, da die Anleger die Wahrscheinlichkeit des Zustandekommens des Netflix-Deals gegen die Möglichkeit einer Übernahme durch Paramount abwägen. Das aggressive Vorgehen von Paramount signalisiert das Bestreben, seinen Marktanteil auszubauen und direkter mit Streaming-Giganten wie Netflix zu konkurrieren.
Warner Bros. Discovery, entstanden durch die Fusion von WarnerMedia und Discovery, hat sich auf die Straffung seiner Abläufe und den Abbau seiner Schuldenlast konzentriert. Der geplante Verkauf an Netflix wurde als strategischer Schritt angesehen, um Werte aus den traditionellen Kabelnetzen freizusetzen und sich auf das Kerngeschäft Streaming zu konzentrieren. Das unaufgeforderte Angebot von Paramount hat die Angelegenheit jedoch verkompliziert und den WBD-Aktionären eine potenziell lukrativere Alternative präsentiert.
Die Zukunft hängt von der Entscheidung des Gerichts in Delaware und der Bereitschaft des WBD-Vorstands ab, sich auf das Angebot von Paramount einzulassen. Das Ergebnis wird die Wettbewerbsdynamik der Streaming- und Medienbranche erheblich verändern und möglicherweise zu einer weiteren Konsolidierung und einer Neuausrichtung der Marktmacht führen. WBD bekräftigt, dass das Angebot von Paramount weiterhin unzureichend ist, was auf einen anhaltenden Widerstand gegen den Übernahmeversuch hindeutet.
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