BMWs erster vollelektrischer M-Wagen soll 2027 auf den Markt kommen und über ein Quad-Motor-Setup verfügen, bei dem ein Motor jedes Rad antreibt. Das Fahrzeug wird laut BMW die Neue Klasse Plattform nutzen, eine neu entwickelte Architektur, die speziell für Elektrofahrzeuge konzipiert wurde.
Das kommende M-getunte Elektrofahrzeug folgt auf frühere Versuche, die M-Sparte zu elektrifizieren, darunter leistungsstärkere Varianten des i4, iX und i7. BMW hat jedoch betont, dass diese Modelle keine echten M-Wagen im gleichen Sinne wie der M3 oder M5 waren. Das neue Performance-Elektrofahrzeug, möglicherweise iM3 genannt, zielt darauf ab, dies zu korrigieren, indem es ein Fahrerlebnis bietet, das des M-Emblems würdig ist.
Franciscus van Meel, Geschäftsführer der BMW M GmbH, erklärte, dass die nächste Generation von Modellen einen neuen Maßstab im Segment der Hochleistungsfahrzeuge setzen wird, indem sie die neueste Neue Klasse Technologie nutzt.
Die Neue Klasse Plattform stellt eine bedeutende Verschiebung in BMWs Ansatz zur Entwicklung von Elektrofahrzeugen dar. Sie ist so konzipiert, dass sie fortschrittliche Batterietechnologie, elektrische Antriebsstränge und Softwarearchitekturen aufnehmen kann. Das modulare Design der Plattform ermöglicht Flexibilität in Bezug auf Fahrzeuggröße und -konfiguration, sodass BMW eine Reihe von Elektrofahrzeugen von Limousinen bis hin zu SUVs produzieren kann.
Die Entscheidung, den elektrischen M-Wagen mit einem Quad-Motor-Setup auszustatten, spiegelt einen wachsenden Trend in der EV-Industrie wider. Mehrere Motoren bieten mehrere Vorteile, darunter eine verbesserte Torque-Vectoring-Funktion, verbesserte Traktion und eine bessere Kontrolle über die Fahrzeugdynamik. Insbesondere Torque Vectoring ermöglicht es dem Fahrzeug, die Kraft unabhängig auf jedes Rad zu verteilen und so Grip und Handling unter verschiedenen Fahrbedingungen zu optimieren. Dies wird durch ausgeklügelte Algorithmen erreicht, die Radgeschwindigkeit, Lenkwinkel und andere Parameter überwachen, um die optimale Drehmomentverteilung zu bestimmen.
Die Entwicklung von Hochleistungs-Elektrofahrzeugen wie dem iM3 wirft Fragen nach der Zukunft des Fahrens und der Rolle der künstlichen Intelligenz bei der Fahrzeugsteuerung auf. Da Fahrzeuge zunehmend auf Software und Sensoren angewiesen sind, werden KI-Algorithmen eine entscheidende Rolle bei der Verwaltung komplexer Systeme wie regeneratives Bremsen, adaptive Federung und autonome Fahrfunktionen spielen. Die Integration von KI in Fahrzeugsteuerungssysteme wirft auch ethische Fragen auf, z. B. wie Fahrzeuge so programmiert werden, dass sie in Notsituationen Entscheidungen treffen.
Später in diesem Jahr wird BMW voraussichtlich die erste vollelektrische Version der 3er-Reihe, die i3 Limousine, vorstellen. Nächstes Jahr werden weitere Details zum Performance-Elektrofahrzeug erwartet.
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