Dänemarks Außenminister erklärte, dass die dänische Regierung sich dem widersetzt, was er als den Wunsch der Vereinigten Staaten bezeichnete, Grönland zu "erobern". Die Aussage erfolgte nach einem hochrangigen Treffen in Washington D.C. mit der US-Vizepräsidentin und dem Außenminister am 14. Januar 2026.
Die Äußerungen des dänischen Außenministers unterstrichen eine wachsende diplomatische Spannung zwischen den beiden Nationen bezüglich des autonomen dänischen Territoriums. Der Minister nannte keine konkreten Handlungen oder Aussagen der US-Regierung, die den angeblichen Wunsch, Grönland zu "erobern", begründen würden.
Grönland ist zwar Teil des Königreichs Dänemark, verfügt aber über eine beträchtliche Autonomie mit einem eigenen Parlament und einer eigenen Regierung. Dänemark ist für die Außen- und Verteidigungspolitik Grönlands zuständig. Die Insel ist aufgrund ihrer Lage und ihrer natürlichen Ressourcen von strategischer Bedeutung.
Die USA haben historisch Interesse an Grönland gezeigt, insbesondere 1946, als die USA anboten, die Insel von Dänemark zu kaufen. In jüngerer Zeit ist das Interesse aufgrund der geopolitischen Bedeutung Grönlands und des Potenzials zur Rohstoffgewinnung durch das Schmelzen der Eiskappen infolge des Klimawandels wieder aufgeflammt.
Das US-Außenministerium hat sich noch nicht formell zu der Erklärung des dänischen Außenministers geäußert. Quellen innerhalb des Ministeriums deuteten jedoch an, dass die laufenden Gespräche mit Dänemark über wirtschaftliche Zusammenarbeit und wissenschaftliche Forschung in Grönland voraussichtlich fortgesetzt werden. Weitere Treffen zwischen US-amerikanischen und dänischen Beamten werden in den kommenden Monaten erwartet, um diese Bedenken auszuräumen.
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