Das Dröhnen der Motoren verklingt, die Zielflagge wird geschwenkt und der Abspann läuft. Doch für Kinobesucher, die die hochoktanige Welt von "F1" verlassen, bleibt ein Klang lange in Erinnerung: die gefühlvollen Klänge von "Drive". Dies ist nicht nur ein weiterer Soundtrack-Füller, sondern eine sorgfältig ausgearbeitete Zusammenarbeit zwischen den Musik-Titanen Ed Sheeran und John Mayer, zusammen mit dem Produzenten-Extraordinaire Blake Slatkin, die das Publikum auf einer tieferen Ebene ansprechen soll.
"Drive", veröffentlicht als fünfte Single aus dem "F1"-Soundtrack am 20. Juni 2025, hat sich zu einem unerwarteten kulturellen Prüfstein entwickelt. Aber wie kam dieses ungewöhnliche Trio zusammen, um einen Song zu kreieren, der den emotionalen Kern einer rasanten, risikoreichen Welt perfekt einfängt? Die Antwort scheint in einer gemeinsamen Vision und ein wenig Filmmagie zu liegen.
Die Entstehung von "Drive" begann nicht in einem Aufnahmestudio, sondern in einem abgedunkelten Vorführraum. Blake Slatkin, der gefragte Produzent, der für sein feines Gehör und seine Fähigkeit, filmische Emotionen in musikalische Form zu übersetzen, bekannt ist, erhielt einen Anruf von seinen Kontakten bei Atlantic Records. Sie arbeiteten am "F1"-Soundtrack und wollten seine Perspektive. "Ich bin buchstäblich aus dem Vorführraum gegangen und habe Ed und John gleichzeitig angerufen", verriet Slatkin kürzlich in einem "Behind the Song"-Interview mit Variety. "Ich sagte: Wir müssen einen Song dafür machen!"
Dieser anfängliche Funke entfachte ein kreatives Feuer. Sheeran, bekannt für seine gefühlvollen Texte und sein nachvollziehbares Storytelling, und Mayer, ein virtuoser Gitarrist und introspektiver Songwriter, fanden einen gemeinsamen Nenner in den Themen des Films: Ehrgeiz, Opfer und das unerbittliche Streben nach Träumen. Gemeinsam mit Slatkin begaben sie sich auf eine gemeinsame Reise, um diese Themen in einen Song zu übersetzen, der nicht nur den Film ergänzen, sondern auch für sich allein stehen sollte.
"Wir wollten etwas schaffen, das sich sowohl episch als auch intim anfühlt", erklärte Sheeran. "Der Film handelt von diesen überlebensgroßen Figuren, aber auch von den sehr menschlichen Kämpfen, denen sie sich stellen müssen. Bei 'Drive' geht es um diesen inneren Motor, um das, was einen am Laufen hält, selbst wenn man vor unüberwindlichen Hindernissen steht."
Mayer fügte hinzu: "Der Song hat eine Verletzlichkeit, die meiner Meinung nach die Leute wirklich anspricht. Es geht nicht nur um den Nervenkitzel des Rennens, sondern auch um den emotionalen Tribut, den es fordert. Wir wollten diese Komplexität einfangen."
Branchenkenner feiern "Drive" bereits als eine Meisterleistung in Sachen Soundtrack-Synergie. "Was Ed, John und Blake erreicht haben, ist bemerkenswert", sagt Musik Supervisor Dana Sano. "Sie haben einen Song geschaffen, der nicht nur das Seherlebnis verbessert, sondern auch die emotionale Wirkung des Films verstärkt. Es ist die Art von Song, die einem noch lange nach dem Verlassen des Kinos im Gedächtnis bleibt."
Der Erfolg des Songs spricht auch für die Kraft der Zusammenarbeit zwischen Künstlern mit unterschiedlichem musikalischen Hintergrund. Sheerans Pop-Sensibilitäten verschmelzen nahtlos mit Mayers Blues-infundierter Gitarrenarbeit und schaffen so einen Sound, der sowohl vertraut als auch frisch ist. Slatkins Produktions-Expertise hält alles zusammen und führt zu einem Track, der ausgefeilt, kraftvoll und unbestreitbar eingängig ist.
Während "F1" weiterhin die Kinokassen dominiert, ist "Drive" auf dem besten Weg, zu einer dauerhaften Hymne für Träumer und Rennfahrer gleichermaßen zu werden. "Wenn die Leute das Kino verlassen", schließt Slatkin, "ist das der Song, mit dem sie gehen." Und mit seiner kraftvollen Mischung aus Emotionen, Kunstfertigkeit und schierer Musikalität wird "Drive" sicher ein Song sein, der jahrelang in Dauerschleife laufen wird.
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