Ein Mann aus New York verklagt Prenuvo, einen Anbieter von Ganzkörper-MRT-Scans, der bei Prominenten beliebt ist, mit der Behauptung, das Unternehmen habe bei einem 2.500-Dollar-Scan Warnzeichen nicht erkannt, die einen schweren Schlaganfall, den er später erlitt, hätten verhindern können. Sean Clifford behauptet, sein Prenuvo-Scan vom 15. Juli 2023 habe eine 60-prozentige Verengung und Unregelmäßigkeit in seiner proximalen rechten mittleren Hirnarterie gezeigt, einer wichtigen Hirnarterie, die oft bei Schlaganfällen eine Rolle spielt. Die Überprüfung des Scans durch Prenuvo habe dieses kritische Detail jedoch angeblich übersehen und keine negativen Befunde in seinem Gehirn gemeldet.
Clifford erlitt am 7. März 2024 einen schweren Schlaganfall. Nachfolgende Bildgebung zeigte einen vollständigen Verschluss derselben Arterie. Der Schlaganfall führte laut Gerichtsdokumenten zu einer Lähmung seiner linken Hand und seines linken Beins, allgemeiner Schwäche auf seiner linken Seite, Sehverlust und dauerhaften Doppelbildern. Cliffords Anwaltsteam argumentiert, dass er, hätte Prenuvo das arterielle Problem erkannt, vorbeugende Maßnahmen hätte ergreifen können, um das katastrophale Ereignis zu vermeiden.
Prenuvo, bekannt für seinen proaktiven Ansatz bei Gesundheitsuntersuchungen, bietet umfassende MRT-Scans an, die darauf abzielen, potenzielle Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen. Die Dienstleistungen des Unternehmens haben in der Wellnessbranche an Bedeutung gewonnen und ziehen Personen an, die einen detaillierten Überblick über ihren Gesundheitszustand suchen. Die Klage wirft Fragen nach der Zuverlässigkeit und Interpretation dieser Scans auf, insbesondere in Fällen, in denen subtile, aber signifikante Indikatoren vorhanden sein können.
Der Fall verdeutlicht den wachsenden Trend zu präventiven Gesundheitsuntersuchungen und die zunehmende Abhängigkeit von fortschrittlichen Bildgebungstechnologien. Während Ganzkörper-MRTs wertvolle Erkenntnisse liefern können, warnen Experten davor, dass sie nicht narrensicher sind und in Verbindung mit der Krankengeschichte eines Patienten und anderen diagnostischen Tests interpretiert werden sollten. Das Potenzial für falsch-positive und falsch-negative Ergebnisse bleibt ein Problem, und die Interpretation der Scan-Ergebnisse erfordert spezielle Expertise.
Cliffords Klage fordert Schadensersatz für die angebliche Fahrlässigkeit von Prenuvo bei der Nicht-Erkennung der arteriellen Verengung. Es wird erwartet, dass der Fall Aufschluss über die Sorgfaltsstandards für die Interpretation von Ganzkörper-MRT-Scans und die Verantwortlichkeiten von Unternehmen gibt, die diese Dienstleistungen anbieten. Der Ausgang könnte erhebliche Auswirkungen auf die Branche der präventiven Gesundheitsuntersuchungen und die Erwartungen von Patienten haben, die eine frühzeitige Erkennung potenzieller Gesundheitsprobleme anstreben. Bis Redaktionsschluss hat Prenuvo keine öffentliche Erklärung zu der Klage abgegeben. Der Fall ist derzeit vor dem New York State Supreme Court anhängig.
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