Laut zahlreichen außenpolitischen Experten gestaltet die "America First"-Politik von Präsident Donald Trump das vom den Vereinigten Staaten im 20. Jahrhundert etablierte globale System um. Diese Experten legen nahe, dass der Ansatz des Präsidenten auf eine Weltordnung abzielt, die eher an das 19. Jahrhundert erinnert.
Die Trump-Regierung hat Schritte unternommen, um bestehende internationale Abkommen und Institutionen abzubauen. Dazu gehören der Rückzug aus dem Transpazifischen Partnerschaftsabkommen, dem Pariser Klimaabkommen und dem Atomabkommen mit dem Iran. Die Regierung hat auch Handelsstreitigkeiten mit Ländern wie China und Mitgliedern der Europäischen Union initiiert, Zölle auf Waren erhoben und Vergeltungsmaßnahmen ausgelöst.
"Der Präsident glaubt, dass diese Abkommen nicht im besten Interesse der Vereinigten Staaten waren", sagte ein Beamter des Weißen Hauses, der anonym bleiben wollte. "Er setzt sich für den Schutz amerikanischer Arbeitsplätze und der Souveränität ein."
Kritiker argumentieren, dass diese Maßnahmen die Führungsrolle der USA untergraben und Instabilität im internationalen System verursachen. "Durch den Rückzug aus diesen Abkommen tritt die USA Einfluss an andere Länder ab, wie z. B. China", heißt es in einem Bericht des Council on Foreign Relations. "Dies könnte langfristige Konsequenzen für die Interessen der USA haben."
Die "America First"-Politik priorisiert bilaterale Abkommen gegenüber multilateralen und konzentriert sich auf Einzelabkommen, von denen die Regierung glaubt, dass sie für die USA vorteilhafter sind. Dieser Ansatz hat zu Neuverhandlungen von Handelsabkommen mit Ländern wie Kanada und Mexiko geführt, was zum United States-Mexico-Canada Agreement (USMCA) führte.
Einige Analysten argumentieren, dass Trumps Politik eine notwendige Korrektur eines globalen Systems darstellt, das für die USA unfair geworden war. "Zu lange haben die USA die Hauptlast der internationalen Lasten getragen", sagte ein Fellow am American Enterprise Institute. "Es ist an der Zeit, dass andere Länder sich stärker engagieren und mehr Verantwortung übernehmen."
Die langfristigen Auswirkungen der "America First"-Politik bleiben abzuwarten. Sie hat jedoch bereits zu erheblichen Verschiebungen in der globalen Machtdynamik geführt und Fragen über die Zukunft der internationalen Zusammenarbeit aufgeworfen. Die bevorstehende Präsidentschaftswahl könnte darüber entscheiden, ob diese Politik fortgesetzt wird oder ob die USA zu einem traditionelleren Ansatz in der Außenpolitik zurückkehren.
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