Die antike Stadt Akkon im Nordwesten Israels bietet durch ihre gut erhaltene Johanniterfestung einen Einblick in die Kreuzzüge. Akkon, auch bekannt als Akko, gilt als eine der am längsten durchgehend bewohnten Städte im Nahen Osten und präsentiert Schichten der Geschichte, die zahlreiche Zivilisationen umfassen.
Besucher der heute unterirdischen Johanniterfestung können Tunnel und Hallen erkunden, in denen projizierte Lichter bewegte Bilder der Johanniter, später bekannt als Malteserorden, in einer Trauerprozession darstellen. Das Museum innerhalb der Festung zielt darauf ab, die Geschichte der vielen Kulturen zu veranschaulichen, die im Laufe der Jahrhunderte in Akkon gelebt haben.
Angrenzend an die Festung befindet sich die Al-Jazzar-Moschee, die ein Reliquiar beherbergt, von dem angenommen wird, dass es ein Haar des Propheten Muhammad enthält. Die Moschee stellt ein bedeutendes Beispiel osmanischer Architektur und religiösen Erbes innerhalb der Stadt dar.
Akkons strategische Lage auf einer Halbinsel, die ins Mittelmeer ragt, hat sie im Laufe der Geschichte zu einer begehrten Hafenstadt gemacht. Ihre verwinkelten Gassen und die historische Architektur spiegeln eine Mischung aus Einflüssen aus der Kreuzfahrerzeit, der osmanischen Zeit und anderen Epochen wider. Die historische Bedeutung der Stadt reicht über die Kreuzzüge hinaus und umfasst die phönizische, römische und arabische Herrschaft, die jeweils ihre Spuren im kulturellen Erscheinungsbild der Stadt hinterlassen haben.
Michele Kelemen von NPR bemerkte während eines kurzen Besuchs in Akkon im Rahmen eines Einsatzes in Israel die Fähigkeit der Stadt, Besucher in die Vergangenheit zu versetzen. Die Stadt dient als Erinnerung an das komplexe Zusammenspiel von Kulturen und Religionen, die die Region seit Jahrtausenden geprägt haben. Akkon wurde 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt, in Anerkennung seines universellen Wertes und der Bedeutung der Bewahrung seiner historischen Schätze für zukünftige Generationen.
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