Jodie Foster erklärte in einem kürzlichen NPR-Interview, dass ihr früher Erfolg und ihre Macht in Hollywood sie vor sexuellem Missbrauch geschützt hätten. Die zweifache Oscar-Preisträgerin, die im Alter von 12 Jahren für ihre Rolle in Martin Scorseses "Taxi Driver" für einen Academy Award nominiert wurde, glaubt, dass diese Anerkennung ihr ein Maß an Schutz bot, das anderen jungen Schauspielern nicht zuteil wurde.
Foster reflektierte über ihre Erfahrungen und sagte: "Ich musste das wirklich untersuchen, so nach dem Motto: Wie wurde ich gerettet?" Sie räumte ein, "Mikroaggressionen" erlebt zu haben, die am Arbeitsplatz üblich sind, deutete aber an, dass ihr früher Erfolg als Abschreckung für schwerwiegendere Missbräuche wirkte. "Jeder, der am Arbeitsplatz ist, hat sexistische Mikroaggressionen erlebt", sagte sie.
Die Kommentare der Schauspielerin verdeutlichen die in der Unterhaltungsindustrie vorherrschende Machtdynamik, insbesondere in Bezug auf junge Darsteller. Das Konzept der Macht kann in diesem Zusammenhang durch die Linse der Spieltheorie analysiert werden, einem mathematischen Rahmen, der in der KI verwendet wird, um strategische Interaktionen zu modellieren. In der Spieltheorie treffen Akteure Entscheidungen auf der Grundlage wahrgenommener Risiken und Belohnungen. Fosters früher Erfolg veränderte wohl die Risiko-Belohnungs-Kalkulation für potenzielle Täter und machte sie zu einem weniger verwundbaren Ziel.
Diese Situation wirft umfassendere gesellschaftliche Fragen über die Rolle von Macht und Einfluss bei der Verhinderung von Missbrauch auf. Während Fosters Erfahrung nahelegt, dass Macht ein gewisses Maß an Schutz bieten kann, unterstreicht sie auch die Verwundbarkeit derjenigen, denen ein solcher Einfluss fehlt. Die MeToo-Bewegung hat das Bewusstsein für diese Machtungleichgewichte in verschiedenen Branchen geschärft.
Die Unterhaltungsindustrie hat mit Problemen der sexuellen Belästigung und des Missbrauchs zu kämpfen, was zu verstärkter Kontrolle und Forderungen nach Reformen geführt hat. Organisationen wie Time's Up wurden gegründet, um sich für sichere, gerechte und respektvolle Arbeitsplätze einzusetzen.
Derzeit werden in der Branche weiterhin Maßnahmen zum Schutz junger Schauspieler und zur Bekämpfung systemischer Machtungleichgewichte diskutiert. Zu diesen Maßnahmen gehören obligatorische Schulungen, die Anwesenheit von Erziehungsberechtigten oder Fürsprechern am Set und eine strengere Durchsetzung der Arbeitsgesetze. Weitere Entwicklungen werden erwartet, da sich die Branche weiterhin mit diesen Problemen auseinandersetzt.
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