Das US-Außenministerium hat einen umfassenden Stopp für Einwanderungsvisa für Bürger aus 75 Ländern angekündigt, mit der Begründung, dass diese Personen möglicherweise auf öffentliche Unterstützung angewiesen sein könnten. Diese Maßnahme, die am 21. Januar in Kraft treten soll, zielt auf eine Vielzahl von Nationen in Nord- und Südamerika, Europa, dem asiatisch-pazifischen Raum und Afrika ab und umfasst sowohl Verbündete als auch Gegner der Vereinigten Staaten sowie beliebte Touristenziele. Die Regierung argumentiert, dass Einwanderer aus diesen Ländern "inakzeptabel hohe Sozialleistungen vom amerikanischen Volk beziehen", eine Behauptung, die eine Debatte ausgelöst und Fragen zu den wirtschaftlichen Beiträgen von Einwanderern und der Fairness der Politik aufgeworfen hat.
Die Amerikas
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Europa
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Asien-Pazifik
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Afrika
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- Republik Kongo
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- Somalia
- Südsudan
- Sudan
- Tansania
- Gambia
- Togo
- Tunesien
- Uganda
Während Touristenvisa von dem Stopp nicht betroffen sind, signalisiert die Politik eine bedeutende Verschiebung der US-Einwanderungsprioritäten. Das Außenministerium bekräftigt, dass der Stopp so lange in Kraft bleiben wird, bis die USA sicherstellen können, dass neue Einwanderer nicht "Vermögen vom amerikanischen Volk abschöpfen". Diese Begründung erinnert an frühere Aussagen der Trump-Regierung, die stets die Notwendigkeit betont hat, amerikanische Steuerzahler zu schützen und die Eigenständigkeit von Einwanderern zu priorisieren.
Dieser jüngste Schritt folgt auf eine Reihe restriktiver Einwanderungsrichtlinien, die in den letzten Jahren umgesetzt wurden, darunter die Aussetzung von Diversity-Visa. Das Diversity-Visa-Programm, das jährlich bis zu 55.000 Visa an Personen aus Ländern mit niedrigen Einwanderungsraten in die USA vergab, wurde von Befürwortern als eine Möglichkeit zur Förderung des kulturellen Austauschs und der Vielfalt angesehen. Kritiker argumentierten jedoch, dass das Programm anfällig für Betrug sei und qualifizierte Arbeitskräfte nicht ausreichend priorisiere. Der aktuelle Stopp für Einwanderungsvisa wird wahrscheinlich einer ähnlichen Prüfung unterzogen werden, wobei einige argumentieren, dass er Einzelpersonen aufgrund ihres Herkunftslandes unfair ins Visier nimmt und schädliche Stereotypen über Einwanderer und ihre Abhängigkeit von öffentlicher Unterstützung aufrechterhält.
Während die Politik keine Auswirkungen auf aktuelle Einwanderungsvisa hat, wurden Bedenken hinsichtlich der Zukunft dieser Visa unter der derzeitigen Regierung geäußert. Joseph Edlow, Direktor der U.S. Citizenship and Immigration Services, hat eine "umfassende, rigorose Überprüfung" bestehender Green Cards angekündigt, was Befürchtungen über mögliche Widerrufe und eine verstärkte Kontrolle von Einwanderern, die sich bereits in den Vereinigten Staaten aufhalten, aufkommen lässt. Es ist wichtig zu beachten, dass Inhaber von Einwanderungsvisa mit Green Cards zwar Anspruch auf bestimmte öffentliche Unterstützungsprogramme haben, es jedoch in der Regel eine Wartezeit von fünf Jahren gibt, bevor sie Leistungen wie Medicaid, Medicare und SNAP in Anspruch nehmen können. Diese Wartezeit soll sicherstellen, dass Einwanderer zur Wirtschaft beitragen, bevor sie öffentliche Unterstützung erhalten. Die langfristigen Auswirkungen des Visa-Stopps auf Familien, Gemeinschaften und die US-Wirtschaft bleiben abzuwarten, aber er wird mit Sicherheit die Debatte über die Rolle der Einwanderung in der amerikanischen Gesellschaft weiter anheizen.
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