Irans Justiz hat Pläne zur Hinrichtung des inhaftierten Demonstranten Erfan Soltani dementiert. Die Dementi erfolgte im Anschluss an Berichte, wonach dem 26-Jährigen die unmittelbare Hinrichtung drohe. Soltani wurde im Zusammenhang mit den jüngsten Protesten verhaftet.
Die in Norwegen ansässige Organisation Hengaw berichtete, dass Soltanis Familie über die geplante Hinrichtung informiert worden sei. Die Hinrichtung sei Berichten zufolge für Mittwoch angesetzt worden, wenige Tage nach seiner Inhaftierung. Hengaw erklärte später, die Hinrichtung sei "verschoben" worden, doch die Besorgnis bleibe bestehen.
Die Justiz erklärte, Soltani werde "Zusammenarbeit gegen die nationale Sicherheit" und "Propagandaaktivitäten" vorgeworfen. Diese Anklagen sehen keine Todesstrafe vor. Der staatliche Sender IRIB berichtete, die Justiz habe Berichte über eine geplante Hinrichtung als "Nachrichtenfabrikation" bezeichnet. Außenminister Abbas Araghchi bestätigte, dass es "keinen Plan" zur Hinrichtung Soltanis gebe.
Soltani ist Berichten zufolge einer von 18.000 Demonstranten, die in den letzten Wochen im Iran inhaftiert wurden. Die Proteste entstanden aus weit verbreiteter Unzufriedenheit.
Die Situation ist weiterhin unübersichtlich. Hengaw äußert weiterhin Besorgnis um Soltanis Sicherheit. Seine Gerichtsverfahren werden fortgesetzt.
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