Stickstoffreicher Boden verdoppelt das tropische Waldwachstum, so eine Studie
Tropische Wälder können sich nach der Entwaldung doppelt so schnell erholen, wenn ihre Böden ausreichend Stickstoff enthalten. Dies geht aus einer neuen Studie der Universität Leeds hervor. Die über Jahrzehnte in Mittelamerika durchgeführte Forschung zeigte die entscheidende Rolle von Stickstoff bei der Beschleunigung des Waldwachstums und der Steigerung der Kohlenstoffbindung und bietet Einblicke in effektivere Aufforstungsstrategien.
Die Studie, die Waldflächen in Mittelamerika über Jahrzehnte verfolgte, zeigte, dass Bodennährstoffe eine entscheidende Rolle bei der natürlichen Wiederaufforstung spielen. Forscher fanden heraus, dass stickstoffreicher Boden die Geschwindigkeit, mit der Bäume nach der Entwaldung zurückkehrten, deutlich erhöhte, was laut Science Daily zu einer Verdoppelung der Nachwachstumsrate führte.
Schnelleres Nachwachsen führt direkt zu einer erhöhten Kohlenstoffbindung aus der Atmosphäre und unterstreicht das Potenzial naturbasierter Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel. Die Ergebnisse legen nahe, dass Aufforstungsbemühungen Strategien priorisieren sollten, die mit den natürlichen Bodenbedingungen arbeiten, anstatt sich ausschließlich auf Düngemittel zu verlassen.
Die Forschung weist auf einen intelligenteren Ansatz zur Wiederaufforstung hin und betont die Bedeutung des Verständnisses und der Nutzung natürlicher Bodennährstoffe. Durch die Konzentration auf die Verbesserung der Bodengesundheit können Aufforstungsprojekte schnellere und nachhaltigere Ergebnisse erzielen und sowohl zum Erhalt der biologischen Vielfalt als auch zur Eindämmung des Klimawandels beitragen.
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