Die Regierung von Präsident Trump übt Anfang 2026 einen erheblichen Einfluss auf den Aktienmarkt aus, was eine Verlagerung der Anlagestrategie zur Folge hat. Der US-Angriff auf Venezuela löste einen Anstieg der Ölaktien aus, während Trumps Social-Media-Aufruf zur Deckelung der Kreditkarten-Zinssätze zu einem Einbruch der Aktien von Kreditkartenherausgebern führte. Darüber hinaus führte sein Vorschlag für neue Beschränkungen für Nvidias Computerchip-Verkäufe nach China zu einem Kursverfall des Technologiekonzerns, der sich auf den breiteren Markt auswirkte.
Der Angriff auf Venezuela ließ Ölaktien wie ExxonMobil und Chevron an einem einzigen Tag um bis zu 8 % steigen, wodurch ihre Marktkapitalisierung um Milliarden anstieg. Umgekehrt stürzten die Aktien von Kreditkartenunternehmen wie Visa und Mastercard nach dem Social-Media-Post des Präsidenten um 12 % bzw. 9 % ab, wodurch zig Milliarden an Marktwert vernichtet wurden. Nvidias Aktie erlebte nach der Ankündigung der vorgeschlagenen Beschränkungen für den Chipverkauf einen Rückgang von 15 %, was zu einem breiteren Rückgang des Technologiesektors um 3 % beitrug.
Historisch gesehen galten die Zinspolitiken der Federal Reserve als Haupttreiber der Marktbewegungen. Investoren berücksichtigen nun jedoch zunehmend die potenziellen Auswirkungen von Maßnahmen des Weißen Hauses. Diese Stimmungsverschiebung erinnert an frühere Perioden während Trumps früherer Präsidentschaft, wie beispielsweise im April, als seine ersten Tarifvorschläge den Aktienmarkt ins Trudeln brachten.
Die Fundstrat-Aktienanalystin Hardika Singh merkte an: "Das Sprichwort lautete früher: 'Lege dich nicht mit der Fed an.' Ich denke, dieses Jahr wird es heißen: 'Lege dich nicht mit dem Weißen Haus an.'" Dies spiegelt eine wachsende Erkenntnis wider, dass die Äußerungen und Richtlinien des Präsidenten unmittelbare und erhebliche Auswirkungen auf bestimmte Sektoren und den Gesamtmarkt haben können.
Mit Blick auf die Zukunft werden die Anleger wahrscheinlich die politischen Ankündigungen und Social-Media-Aktivitäten des Weißen Hauses genau beobachten, um potenzielle marktbewegende Auswirkungen zu erkennen. Diese erhöhte Sensibilität für politische Faktoren könnte zu einer erhöhten Marktvolatilität und einem vorsichtigeren Ansatz bei Anlageentscheidungen führen. Die Fähigkeit, den Einfluss des Weißen Hauses zu antizipieren und sich daran anzupassen, könnte sich für Anleger, die sich im Marktumfeld des Jahres 2026 zurechtfinden wollen, als entscheidend erweisen.
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