Vail Resorts hat seine Gewinnprognose für 2026 nach unten korrigiert, nachdem eine Saison mit rekordverdächtig geringer Schneedecke an seinen nordamerikanischen Standorten zu verzeichnen war. Die Ankündigung des Unternehmens spiegelt einen erheblichen Einfluss auf die Besucherzahlen und die Einnahmequellen wider.
Das Schneefall-Defizit, insbesondere in der Rocky-Mountain-Region, führte zu einem Rückgang der Besucherzahlen um fast 20 % seit Saisonbeginn bis zum 4. Januar. Dieser Rückgang wirkte sich direkt auf wichtige Umsatzträger aus: Die Einnahmen der Skischule sanken um 14,9 % und die Gastronomieumsätze um fast 16 % im Vergleich zum Vorjahr, wie aus einer gestern veröffentlichten Investorenerklärung hervorgeht. Das Unternehmen berichtete, dass der Schneefall im November und Dezember an seinen Standorten in den Rocky Mountains fast 60 % unter dem historischen 30-Jahres-Durchschnitt lag. Die Resorts im Westen der USA schnitten mit 50 % weniger Schneefall als im Durchschnitt nur geringfügig besser ab. Vail Mountain selbst verzeichnete mit nur 4,4 Zoll die schlechteste Schneedecke seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1978. Infolgedessen waren im letzten Monat nur etwa 11 % des Geländes von Vail Resorts in den Rocky Mountains geöffnet.
Die ungewöhnlich trockenen Bedingungen stehen in krassem Gegensatz zur Ostküste, die aufgrund einer seltenen Kombination aus Polarwirbel und La Niña Rekordschneefälle erlebte. Diese ungleichmäßige Verteilung des Schneefalls verdeutlicht die zunehmende Volatilität und Unvorhersehbarkeit, mit der die Skiindustrie aufgrund veränderter Wetterbedingungen konfrontiert ist.
Vail Resorts, ein wichtiger Akteur in der Skiresort-Branche, betreibt ein Netzwerk von Resorts in ganz Nordamerika. Das Geschäftsmodell des Unternehmens ist stark auf konstanten Schneefall angewiesen, um Skifahrer und Snowboarder anzuziehen und Einnahmen durch Liftkarten, Skischule, Gastronomie und Unterkunft zu erzielen.
Mit Blick auf die Zukunft steht Vail Resorts vor der Herausforderung, sich an eine Zukunft anzupassen, in der die Schneeverhältnisse möglicherweise weniger zuverlässig sind. Die revidierte Gewinnprognose des Unternehmens spiegelt diese Unsicherheit wider. Es bleibt abzuwarten, wie Vail Resorts die Auswirkungen des Klimawandels auf seine Geschäftstätigkeit abmildern und seine finanzielle Leistungsfähigkeit langfristig aufrechterhalten wird.
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