Präsident Donald Trump erklärte, er werde seiner Drohung, Zölle auf europäische Länder zu erheben, die sich seinen Bemühungen widersetzen, die Kontrolle über Grönland zu erlangen, zu "100 %" nachkommen. Die Ankündigung erfolgt, nachdem europäische Verbündete die Souveränität Grönlands unterstützt haben und die EU sich verpflichtet hat, ihre Interessen zu schützen.
Trumps erneutes Bekenntnis zu Zöllen, die ursprünglich als Reaktion auf den europäischen Widerstand gegen sein Interesse am Erwerb Grönlands angedroht wurden, wurde am frühen Dienstagmorgen auf Truth Social veröffentlicht. Er erklärte, er habe ein "sehr gutes Telefongespräch" mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte geführt und einer Zusammenkunft "verschiedener Parteien" in der Schweiz zugestimmt.
Kaja Kallas, die EU-Außenbeauftragte, sagte, der Block habe "kein Interesse daran, einen Streit anzuzetteln, aber wir werden unseren Standpunkt verteidigen". Dänemarks Außenminister betonte, dass der US-Präsident sich den Weg zum Besitz des teilautonomen dänischen Territoriums nicht durch Drohungen bahnen könne. Die britische Außenministerin Yvette Cooper bekräftigte die Position des Vereinigten Königreichs, dass die Zukunft Grönlands "allein von den Grönländern und den Dänen" entschieden werden müsse.
Am Montag lehnte Trump es ab, den Einsatz von Gewalt auszuschließen, und bestand darauf, die angedrohten Zölle auf Waren aus dem Vereinigten Königreich und sieben anderen mit der NATO verbündeten Ländern in die USA durchzusetzen. Die vorgeschlagenen Zölle haben Bedenken hinsichtlich potenzieller Handelskriege und der Auswirkungen auf die transatlantischen Beziehungen geweckt.
Der Streit um Grönland begann vor einigen Jahren, als Trump Interesse am Kauf der Insel, einem teilautonomen Gebiet Dänemarks, bekundete. Die dänische Regierung lehnte die Idee ab, was zu angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern führte. Grönland, das strategisch zwischen dem Atlantik und dem Arktischen Ozean liegt, hat geopolitische Bedeutung und ist reich an natürlichen Ressourcen. Die Einführung von Zöllen könnte die Spannungen zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten weiter eskalieren und möglicherweise den Handel und die diplomatischen Beziehungen beeinträchtigen. Das mit NATO-Generalsekretär Rutte vereinbarte Treffen in der Schweiz könnte eine Gelegenheit zum Dialog und zur Deeskalation der Situation bieten.
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