Ein Hochgeschwindigkeitszugunglück am Sonntag in Südspanien hat mindestens 42 Todesopfer gefordert und eine Untersuchung der Unfallursache auf einem Bahnsystem ausgelöst, das weithin als eines der besten Europas gilt. Die Kollision ereignete sich auf einem geraden Streckenabschnitt in der Nähe von Adamuz, wo ein Zug, der von Málaga in Richtung Norden fuhr, entgleiste und mit einem entgegenkommenden Zug zusammenstieß, wodurch dieser ebenfalls entgleiste, so die Eisenbahnuntersuchungskommission CIAF.
Die spanische Regierung hat den Unfall als "äußerst seltsam" bezeichnet und die Unerwartetheit des Vorfalls auf einer etablierten Strecke hervorgehoben. Die Bergungsarbeiten wurden am Dienstag fortgesetzt, wobei am Nachmittag drei Leichen in den Trümmern geborgen wurden und ein 42. Opfer am Unfallort gefunden wurde.
Das Unglück hat die Stadt Adamuz erschüttert, wo die Einwohner Schwierigkeiten haben zu verstehen, wie eine Bahnstrecke, die seit Jahrzehnten effizient betrieben wurde, einen so katastrophalen Ausfall erleiden konnte. Das Hochgeschwindigkeitsbahnnetz (AVE) wurde 1992 eingeweiht und galt als Symbol für die Modernisierung Spaniens, das mit EU-Mitteln gebaut wurde.
Die Eisenbahnuntersuchungskommission CIAF analysiert derzeit die Umstände der Entgleisung, um die Ursache der Kollision zu ermitteln. Die Untersuchung wird sich wahrscheinlich auf mögliche mechanische Fehler, Gleisdefekte oder menschliches Versagen konzentrieren.
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