Experten im Bereich globale Gesundheit und Entwicklung gehen davon aus, dass bestimmte Schlagworte im Jahr 2026 in diesem Feld an Bedeutung gewinnen werden, die die beispiellosen Veränderungen und Herausforderungen widerspiegeln, vor denen die Welt steht. Eine informelle Umfrage unter 20 Fachleuten identifizierte Begriffe wie "gebrochene Resilienz" und Konzepte im Zusammenhang mit pragmatischer Solidarität als Schlüsselbegriffe, die in diesem Jahr wahrscheinlich relevant sein werden.
Die Nominierungen resultieren aus einem Jahr, das von bedeutenden Veränderungen in der internationalen Hilfe und eskalierenden globalen Krisen geprägt war. Die Vereinigten Staaten beispielsweise lösten die United States Agency for International Development (USAID) auf, was zur Einstellung von Hilfsgeldern in Milliardenhöhe führte. Mehrere andere westliche Nationen reduzierten ebenfalls ihre Beiträge zur Entwicklungshilfe, was die Schwierigkeiten der Entwicklungsländer noch verstärkte.
Anhaltende Krisen, darunter der Klimawandel, bewaffnete Konflikte und die anhaltende Bedrohung durch Krankheitsausbrüche, verschärfen diese Herausforderungen zusätzlich. Diese Faktoren tragen zum Konzept der "gebrochenen Resilienz" bei, das die nachlassende Fähigkeit von Einzelpersonen, Gemeinschaften und Systemen beschreibt, Widrigkeiten zu widerstehen. Resilienz, die traditionell als wünschenswerte Eigenschaft zur Überwindung von Hindernissen angesehen wurde, wird angesichts des zunehmenden Drucks nun als zunehmend anfällig betrachtet.
Die Verwendung von Memorandums of Understanding (MOUs) und der Aufruf zur pragmatischen Solidarität spiegeln ebenfalls die sich verändernde Landschaft der globalen Zusammenarbeit wider. Da traditionelle Hilfsstrukturen schwächer werden, gewinnen neue Formen der Zusammenarbeit und Ressourcenmobilisierung zunehmend an Bedeutung. Die Betonung der pragmatischen Solidarität deutet auf eine Verlagerung hin zu praktischeren und ergebnisorientierteren Ansätzen zur Bewältigung globaler Herausforderungen hin.
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