Einer aktuellen Studie zufolge sind Millionen von Menschen gefährdet, da Online-Dienste zunehmend auf SMS-basierte Authentifizierungslinks setzen. Diese Links, die den Anmeldeprozess vereinfachen sollen, machen Nutzer anfällig für Betrug, Identitätsdiebstahl und andere Straftaten.
Die letzte Woche veröffentlichte Studie identifizierte über 700 Endpunkte, die solche SMS im Namen von mehr als 175 Diensten versenden. Diese Dienste decken ein breites Spektrum an Branchen ab, darunter Versicherungsangebote, Stellenanzeigen und Vermittlungen für Tierbetreuer und Nachhilfelehrer. Anstatt von den Nutzern zu verlangen, Benutzernamen und Passwörter zu erstellen und sich zu merken, fordern diese Dienste bei der Anmeldung oft eine Handynummer an und senden dann Authentifizierungslinks oder Passcodes per SMS, wenn sich der Nutzer anmelden möchte.
Eine der wichtigsten in der Studie identifizierten Schwachstellen ist die Verwendung von leicht aufzählbaren Links. Das bedeutet, dass Betrüger die Links möglicherweise erraten können, indem sie einfach das Sicherheitstoken ändern, das sich typischerweise am Ende der URL befindet. Durch die Manipulation dieser Token könnten böswillige Akteure unbefugten Zugriff auf Benutzerkonten erhalten.
Die Forscher betonten, wie einfach diese Angriffe in großem Umfang durchgeführt werden können. Die Automatisierung der SMS-Zustellung und die Einfachheit der Token-Manipulation machen es Betrügern relativ leicht, eine große Anzahl von Nutzern gleichzeitig anzugreifen.
Sicherheitsexperten raten Nutzern, beim Anklicken von Links, die sie per SMS erhalten, vorsichtig zu sein, insbesondere wenn diese nicht ausdrücklich angefordert wurden. Sie empfehlen außerdem, wann immer möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren und sicherere Methoden wie Authentifizierungs-Apps zu verwenden, die ein höheres Maß an Schutz vor Phishing und Kontoübernahmen bieten.
Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen die wachsende Notwendigkeit stärkerer Authentifizierungsmethoden, die die Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre der Nutzer in den Vordergrund stellen. SMS-basierte Authentifizierung mag zwar bequem sein, doch die damit verbundenen Risiken werden immer deutlicher, was zu Forderungen nach robusteren und sichereren Alternativen führt.
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