KI und Fragen der öffentlichen Gesundheit lösen Debatten und Besorgnis aus
Jüngste Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz und der öffentlichen Gesundheit haben in verschiedenen Sektoren Debatten ausgelöst und Besorgnis erregt. Dazu gehören die Nutzung von KI durch das US-Verkehrsministerium (DOT) zur Ausarbeitung von Sicherheitsvorschriften, die Ernennung einer Person mit umstrittenen Ansichten über Impfstoffe in eine wichtige gesundheitspolitische Beratungsfunktion und der zunehmende Einsatz von Chatbots zur Überprüfung des Alters von Nutzern.
Die Entscheidung des DOT, KI zur Ausarbeitung von Sicherheitsvorschriften für Flugzeuge, Autos und Pipelines einzusetzen, hat Bedenken hinsichtlich möglicher Fehler und Ungenauigkeiten geweckt. Laut einer Untersuchung von ProPublica befürchten Mitarbeiter, dass KI-Fehler zu fehlerhaften Gesetzen führen könnten, die Klagen, Verletzungen oder sogar Todesfälle im Verkehrssystem zur Folge haben könnten. Die Tendenz der KI, "selbstbewusst Fehler zu machen und erfundene Informationen zu halluzinieren", ist ein Hauptanliegen. Gregory Zerzan, der oberste Jurist des DOT, äußerte in Sitzungsnotizen vom Dezember jedoch keine derartigen Bedenken, so ProPublica.
Im Bereich der öffentlichen Gesundheit hat die Ernennung von Kirk Milhoan zum Vorsitzenden des Advisory Committee on Immunization Practices für die Centers for Disease Control and Prevention Kritik hervorgerufen. Milhoans Ansichten über Impfstoffe, die er in einem Podcast namens "Why Should I Trust You" äußerte, veranlassten die American Medical Association zu einer "vernichtenden Erklärung", so Ars Technica.
Inzwischen wenden sich Technologieunternehmen zunehmend Chatbots zu, um das Alter ihrer Nutzer zu überprüfen, da die Sorge um die Gefahren wächst, denen Kinder bei der Interaktion mit KI ausgesetzt sind. Dieses Thema hat sich in den USA zu einem "neuen Schlachtfeld" entwickelt, wobei die Republikanische Partei Gesetze unterstützt, die von Websites mit Inhalten für Erwachsene die Überprüfung des Alters der Nutzer verlangen, so MIT Technology Review.
In einem anderen Bereich ist der humanoide Roboter "Sprout" auf den Markt gekommen, der Kunden in Hotels, Geschäften und Restaurants unterstützen soll. Sprout wurde von Fauna entwickelt und soll laut Robert Cochran, Mitbegründer und CEO von Fauna, "leicht, ansprechend und sicher im Umgang" sein. Sprout ist ab 50.000 Dollar erhältlich.
OpenAI unternimmt mit seinem Team "OpenAI for Science" ebenfalls einen Vorstoß in die wissenschaftliche Gemeinschaft. Dieses Team widmet sich der Erforschung, wie große Sprachmodelle Wissenschaftlern helfen können, und passt seine Tools an, um sie besser zu unterstützen. Mathematiker, Physiker und Biologen haben berichtet, dass LLMs, insbesondere GPT-5, ihnen geholfen haben, Entdeckungen zu machen und Lösungen zu finden, die sie sonst vielleicht übersehen hätten.
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