Kontroverse um Ministerin für Innere Sicherheit Noem: Rufe nach Amtsenthebung werden lauter
Nach tödlichen Schießereien mit Beteiligung von Bundesagenten in Minneapolis steht die Ministerin für Innere Sicherheit, Kristi Noem, unter zunehmendem Druck und sieht sich mit Forderungen nach einem Amtsenthebungsverfahren konfrontiert, wie mehrere Nachrichtenquellen berichten. Der Fraktionsvorsitzende der Minderheit im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, stellte Präsident Donald Trump ein Ultimatum und forderte Noems sofortige Entlassung, andernfalls drohe ein von den Demokraten eingeleitetes Amtsenthebungsverfahren, berichtete Time. "Die Gewalt, die das Ministerium für Innere Sicherheit gegen das amerikanische Volk entfesselt hat, muss unverzüglich beendet werden... Wir können das auf dem einfachen oder auf dem schwierigen Weg tun", warnte Jeffries.
Die Kontroverse rührt von dem Tod zweier US-amerikanischer Staatsbürger in Minneapolis während Protesten gegen Trumps Vorgehen gegen Einwanderer her. Alex Pretti, ein 37-jähriger Krankenpfleger der Veteranenbehörde, wurde am Samstag auf der Straße erschossen, was laut Time zu breiter Kritik an Noems Reaktion führte. Noem erklärte, Pretti habe sich Beamten der Grenzschutzbehörde genähert, aber weitere Einzelheiten zu dem Vorfall blieben unklar.
Ben Cohen, Mitbegründer von Ben & Jerry's, schloss sich dem Ruf nach Noems Absetzung an und forderte nach den beiden tödlichen Schießereien die Streichung der Mittel für ICE und die Auflösung der Behörde, berichtete Fox News. Cohen hatte ursprünglich geplant, eine Eissorte zu Ehren eines der Opfer zu kreieren, sah sich aber nach dem zweiten Todesfall außerstande, dies zu tun. Katy Perry forderte ihre Fans ebenfalls auf, sich gegen die Finanzierung von ICE im Falle eines möglichen Regierungsstillstands auszusprechen, so Fox News.
Die Vorfälle ereigneten sich vor dem Hintergrund einer verstärkten Kontrolle der US-Einwanderungspolitik. Unabhängig davon kamen Bedenken hinsichtlich der Einwanderungsverfahren nach der Abschiebung einer fünfjährigen US-Bürgerin nach Honduras auf, obwohl ihre Mutter behauptete, sie sei in den USA geboren, berichtete Variety.
Die sich entwickelnde Situation belastete die Trump-Regierung zusätzlich, die bereits an mehreren Fronten unter Beschuss steht, darunter in der internationalen Politik und in der Innenpolitik. In anderen Nachrichten bereitete sich "The Real Housewives of Orange County" mit Besetzungsänderungen, darunter dem Ausscheiden von Gretchen Rossi und Katie Ginella, auf seine 20. Staffel vor, berichtete Variety. Bei den Australian Open 2026 sahen sich amerikanische Tennisstars ebenfalls mit Fragen zum politischen Klima in den USA konfrontiert, berichtete Vox.
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