Premierminister Keir Starmer ist diese Woche in Peking eingetroffen, für die erste China-Reise eines britischen Regierungschefs seit acht Jahren, und hat versprochen, gegenüber Präsident Xi Jinping Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte anzusprechen, darunter den Fall des inhaftierten pro-demokratischen Aktivisten Jimmy Lai (The Guardian, Sky News). Der Besuch, der darauf abzielt, die Wirtschaftsbeziehungen zu verbessern, findet inmitten einer bedeutenden Verschiebung in den Beziehungen zwischen Großbritannien und China statt, weit entfernt von der "goldenen Ära", die durch den Kneipenbesuch des ehemaligen Premierministers David Cameron mit Xi Jinping vor einem Jahrzehnt symbolisiert wurde (Sky News).
Downing Street bestätigte, dass Starmer mit Xi Meinungsverschiedenheiten ansprechen werde, wobei er insbesondere Menschenrechtsverletzungen in China nannte (The Guardian). Starmer beabsichtigt auch, die Situation der uigurischen Bevölkerung zu erörtern (The Guardian). Helen-Ann Smith, Asien-Korrespondentin von Sky News, merkte an, dass auch Fragen der Spionage und des Handels bei den Gesprächen auf dem Tisch liegen würden.
Der Besuch findet vor dem Hintergrund einer zunehmenden globalen Beobachtung der chinesischen Menschenrechtsbilanz statt. Starmers Zusage, diese Themen direkt mit Xi Jinping anzusprechen, signalisiert eine potenziell selbstbewusstere Haltung im Vergleich zu früheren britischen Regierungen. Die Agenda des Premierministers spiegelt einen heiklen Balanceakt zwischen der Verfolgung wirtschaftlicher Möglichkeiten und der Wahrung von Menschenrechtsprinzipien wider.
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