Türkei nimmt sechs mutmaßliche Iran-Spione inmitten steigender regionaler Spannungen fest
Türkische Behörden haben am Mittwoch sechs Personen unter dem Verdacht der Spionage für das iranische Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) festgenommen, wie inländischen Medienberichten zu entnehmen ist. Die Verhaftungen erfolgten inmitten erhöhter regionaler Spannungen, die durch die Angst vor einem möglichen US-Militärschlag gegen den Iran geschürt werden, wie Euronews berichtete.
Sicherheitskräfte führten nach einer gemeinsamen Untersuchung der Abteilung für Terrorismusbekämpfung und des türkischen Geheimdienstes zeitgleich Razzien in fünf Provinzen, darunter Istanbul und Ankara, durch, berichtete der staatliche Fernsehsender TRT. Die Verdächtigen, darunter ein iranischer Staatsbürger, sollen Militäreinrichtungen und andere strategische Standorte im ganzen Land überwacht haben, so Euronews.
Die Verhaftungen erfolgen, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, die USA seien bereit, den Iran mit "Geschwindigkeit und Gewalt" anzugreifen, wenn Teheran sich nicht den US-Forderungen unterwerfe, berichtete Al Jazeera am 28. Januar 2026.
Unterdessen verursachte in anderen internationalen Nachrichten ein Erdrutsch im Süden Siziliens erhebliche Schäden, der die Evakuierung von über 1.500 Menschen erzwang. Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni besuchte die Stadt Niscemi, wo Dutzende von Häusern am Rande einer Klippe stehen gelassen wurden, nachdem der Boden darunter eingebrochen war, so Sky News. Einige Strukturen wurden als "unbewohnbar" eingestuft.
Ebenfalls am Mittwoch kündigte die Palestine Action Group Pläne für einen nationalen Protesttag an, berichtete The Guardian.
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