Indien kämpft mit Tragödie und globalen Sorgen
Ein hochrangiger indischer Politiker ist am Mittwoch bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen, während die Nation auch mit der Ausbreitung des Nipah-Virus konfrontiert ist. Gleichzeitig werden Indiens wirtschaftliche Beziehungen zur Europäischen Union kritisch beäugt, und Frankreich hat seine Unterstützung für die mögliche Einstufung des iranischen Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) als Terrororganisation durch die EU zum Ausdruck gebracht.
Ajit Pawar, der stellvertretende Ministerpräsident des Bundesstaates Maharashtra, gehörte zu den fünf Menschen, die ums Leben kamen, als am 28. Januar 2026 ein Privatflugzeug in Westindien abstürzte, wie Sky News berichtete. Das Flugzeug, das von Mumbai zu Pawars Heimatstadt Baramati unterwegs war, stürzte in ein offenes Feld und ging etwa 254 Kilometer von seinem Ausgangsort entfernt in Flammen auf. Der indische Premierminister Narendra Modi würdigte Pawar nach dem Vorfall. Die Ursache des Absturzes war zunächst nicht bekannt.
In anderen Nachrichten meldete Sky News, dass Gesundheitsbehörden in Singapur, Thailand und Malaysia Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, nachdem in Indien Ende Dezember zwei Fälle des Nipah-Virus entdeckt worden waren. An den Flughäfen in ganz Asien wurden Temperaturkontrollen eingerichtet, um die Ausbreitung der hochgradig tödlichen Krankheit zu verhindern. Das indische Gesundheitsministerium erklärte am 27. Januar, dass sich die Fälle im östlichen Bundesstaat Westbengalen befänden.
Unterdessen berichtete Al Jazeera über ein bedeutendes Handelsabkommen zwischen Indien und der Europäischen Union. Das Abkommen kommt Monate, nachdem die Vereinigten Staaten Zölle sowohl gegen Indien als auch gegen die EU verhängt hatten. Brahma Chellaney, emeritierter Professor für strategische Studien am Centre for Policy Research in Neu-Delhi, Remi Bourgeot, assoziierter Mitarbeiter am Französischen Institut für Internationale und Strategische Angelegenheiten in Paris, und Dhananjay Tripathi, Senior Associate Professor am Department of International Relations an der South Asian University, liefern Expertenanalysen zu den potenziellen Auswirkungen des Handelspakts.
Zu den internationalen Entwicklungen kommt hinzu, dass der französische Außenminister Jean-Noel Barrot die Unterstützung Frankreichs für den Schritt der Europäischen Union signalisierte, das iranische Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) als Terrororganisation einzustufen, wie Al Jazeera berichtete. In einer am Mittwoch in den sozialen Medien geteilten Erklärung schien Barrot die geplante Einstufung mit dem jüngsten Vorgehen der iranischen Behörden gegen regierungsfeindliche Proteste im ganzen Land in Verbindung zu bringen.
Unabhängig davon sagte der europäische Kommissar für Verteidigung und Weltraum, Andrius Kubilius, gegenüber Euronews, dass die EU zwar auf den nuklearen Schutz der USA angewiesen sei, sie aber daran arbeiten könne und müsse, in der konventionellen Verteidigung unabhängig zu werden. Kubilius erklärte: "Die Europäer können den nuklearen Schutzschirm der USA nicht ersetzen, zumindest vorerst nicht, aber wenn es um die konventionelle Verteidigung geht, ist die Situation anders." Diese Aussage folgte auf die Bemerkungen von NATO-Generalsekretär Mark Rutte am Montag bezüglich der Abhängigkeit der EU vom nuklearen Schutz der USA.
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