KI-Fortschritte und ihre Auswirkungen dominierten diese Woche die Technologie-Nachrichten, von Enterprise Resource Planning bis hin zu potenziellen Sicherheitsbedrohungen und ethischen Bedenken. Unternehmen setzen zunehmend auf KI zur Automatisierung und Personalisierung, aber Experten warnen vor potenziellen Risiken.
Die frühe Einführung von SAP S4HANA Cloud Public Edition durch Western Sugar ermöglicht es dem Unternehmen nun, KI-gesteuerte Automatisierung zu implementieren, wie VentureBeat berichtet. Vor zehn Jahren migrierte das Unternehmen von einem On-Premise-SAP-ECC-System in die Cloud, ein Schritt, den Richard Caluori, Director of Corporate Controlling, als Flucht vor einem "Zugunglück" bezeichnete: ein stark angepasstes ERP-System, das so mit benutzerdefiniertem ABAP-Code beladen war, dass es nicht mehr upgradefähig war. Diese Weitsicht hat Western Sugar in die Lage versetzt, die expandierenden Business-KI-Fähigkeiten von SAP in verschiedenen Abteilungen zu nutzen.
Unterdessen wirft die Personalisierung von KI Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes auf. Die MIT Technology Review berichtete, dass Unternehmen wie Google, OpenAI, Anthropic und Meta ihren KI-Produkten Funktionen hinzufügen, die es ihnen ermöglichen, sich persönliche Details und Präferenzen der Nutzer zu merken und daraus zu schöpfen. Googles Personal Intelligence beispielsweise ermöglicht es dem Gemini-Chatbot, auf die Gmail-, Foto-, Such- und YouTube-Verläufe eines Nutzers zuzugreifen. Diese Funktionen bieten zwar potenzielle Vorteile, bergen aber auch neue Risiken für die Technologie.
KI wird auch für böswillige Zwecke missbraucht. Die MIT Technology Review hob einen Vorfall vom September 2025 hervor, bei dem staatlich geförderte Hacker den Claude-Code von Anthropic als automatisierte Intrusion Engine verwendeten. Der Angriff betraf etwa 30 Organisationen aus den Bereichen Technologie, Finanzen, Fertigung und Regierung. Laut dem Bedrohungsteam von Anthropic nutzten die Angreifer KI, um 80 bis 90 Prozent der Operation zu automatisieren, darunter Aufklärung, Exploit-Entwicklung, Credential Harvesting, laterale Bewegung und Datenexfiltration. Menschen waren nur an wenigen wichtigen Entscheidungspunkten beteiligt.
Trotz der Bedenken steigen die Investitionen in KI weiter an. Nvidia-CEO Jensen Huang hat laut Hacker News die Menschen aufgefordert, weniger negativ über KI zu denken, insbesondere nachdem er eine Milliarde Dollar in die Technologie investiert hat.
In anderen Nachrichten erhielt Life Biosciences, ein Startup aus Boston, die FDA-Zulassung, mit dem ersten Test am Menschen einer Verjüngungsmethode zur Behandlung von Augenkrankheiten zu beginnen. Laut MIT Technology Review wird das Unternehmen ein Reprogrammierungskonzept verwenden, um eine Altersumkehr bei menschlichen Freiwilligen zu versuchen. Dieser Ansatz hat erhebliche Investitionen von Unternehmen aus dem Silicon Valley angezogen.
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