EU und Indien schließen nach zwei Jahrzehnten Verhandlungen bahnbrechendes Freihandelsabkommen
Brüssel – Nach zwei Jahrzehnten intermittierender Gespräche haben die Europäische Union und Indien ein umfassendes Freihandelsabkommen geschlossen, das laut Euronews als bedeutender Schritt über traditionelle Zollsenkungen hinaus gelobt wird. Das Abkommen, das als die "Mutter aller Abkommen" bezeichnet wird, signalisiert eine neue Ära der geoökonomischen Strategie, die Offenheit zu ausgehandelten, strategischen Bedingungen betont, schrieb Daniela Schwarzer, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Stiftung, in einem Meinungsbeitrag für Euronews.
Das Abkommen kommt zu einer Zeit, in der die internationalen Beziehungen zunehmend von "bewaffneter Interdependenz" geprägt sind, so Schwarzer. Es signalisiert eine Verlagerung hin zu strategischen Partnerschaften und ausgehandelter Offenheit in der globalen Handelslandschaft.
In anderen Nachrichten meldete Euronews, dass Israel und Kasachstan am Dienstag ein Memorandum zur Aufhebung der Visumpflicht für den Tourismus unterzeichnet haben, was einen Schritt zur Stärkung der Beziehungen darstellt. Der israelische Außenminister Gideon Saar und sein kasachischer Amtskollege Yermek Kosherbayev unterzeichneten das Abkommen in Astana, wobei Saar erklärte, sein Besuch spiegele den Wunsch wider, die Beziehungen weiter zu stärken, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
Unterdessen führt die britische Marine strengere Alkoholrichtlinien auf See ein, berichtete Euronews am Donnerstag. Angehörige der Royal Navy dürfen unabhängig vom Dienstgrad nur noch drei Alkoholeinheiten pro Tag oder 14 Einheiten pro Woche konsumieren. Auf den Schiffen werden außerdem mindestens zwei alkoholfreie Tage pro Woche eingehalten. Dies stellt eine Abkehr von der historischen Trinkkultur der Marine dar, zu der auch eine tägliche Rumration gehörte, die 1970 endete.
In der Schweiz wurde Sanija Ameti, ein Mitglied des Zürcher Gemeinderats, mit einer bedingten Geldstrafe belegt, weil sie mit einer Sportpistole auf ein Auktionsplakat eines Gemäldes aus dem 14. Jahrhundert geschossen hatte, das die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind darstellt, berichtete Euronews. Das Zürcher Bezirksgericht befand Ameti der "Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit" für schuldig und verhängte eine bedingte Geldstrafe von 3.000 Schweizer Franken.
Der Web Summit kehrte für sein drittes Jahr nach Doha zurück, wobei die Organisatoren über 30.000 Teilnehmer aus mehr als 120 Ländern erwarteten, berichtete Euronews. Die viertägige Veranstaltung im Doha Exhibition and Convention Centre positioniert Katar als wachsendes Zentrum für Technologie, Startups und internationale Zusammenarbeit. Der letztjährige Gipfel generierte schätzungsweise 185 Millionen an wirtschaftlichen Erträgen.
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