Minneapolis unter Bundesaufsicht nach Protesten über ICE-Tötungen
Minneapolis steht unter verstärkter Bundesaufsicht, nachdem Proteste nach dem Tod zweier Demonstranten durch Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) ausgebrochen sind. US-Präsident Donald Trumps Grenzzaar, Tom Homan, traf diese Woche in der Stadt ein und schwor laut Euronews, inmitten der Unruhen "Recht und Ordnung wiederherzustellen". Die Proteste, an denen Tausende von Menschen teilnahmen, wurden durch die Tötungen und das umfassendere Vorgehen der Trump-Regierung gegen Einwanderung ausgelöst.
Homan erklärte, er sei "seit Montag vor Ort", um sich mit der Situation zu befassen, wie Euronews berichtete. Der Anstieg der Proteste führte zur Schließung von Geschäften und dazu, dass lokale Führungskräfte die Einwanderungspolitik der Bundesregierung offen in Frage stellten. Die konkreten Maßnahmen, die Homan zur "Wiederherstellung von Recht und Ordnung" plant, wurden nicht näher erläutert.
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In anderen Nachrichten kehrte der Web Summit zum dritten Mal in Folge nach Doha zurück und erwartete über 30.000 Teilnehmer aus mehr als 120 Ländern. Laut Euronews positioniert der viertägige Gipfel Katar als wachsendes Zentrum für Technologie, Startups und internationale Zusammenarbeit. Die letztjährige Veranstaltung generierte schätzungsweise 185 Millionen Euro an wirtschaftlichen Erträgen.
Unterdessen führt die britische Marine strengere Alkoholrichtlinien auf See ein. Angehörige der Royal Navy dürfen unabhängig vom Dienstgrad nur noch drei Alkoholeinheiten pro Tag oder 14 Einheiten pro Woche konsumieren, berichtete Euronews. Jedes Schiff wird außerdem mindestens zwei alkoholfreie Tage pro Woche haben. Dies stellt eine deutliche Abkehr von der historischen Trinkkultur der Marine dar, zu der auch eine tägliche Rumration gehörte, die 1970 endete.
In der Schweiz wurde Sanija Ameti, ein unabhängiges Zürcher Gemeinderatsmitglied, mit einer Geldstrafe belegt, weil sie mit einer Sportpistole auf ein Auktionsplakat eines Gemäldes der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind aus dem 14. Jahrhundert geschossen hatte. Euronews berichtete, dass Ameti vom Zürcher Bezirksgericht wegen "Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit" schuldig befunden wurde. Sie erhielt eine bedingte Geldstrafe in Höhe von 3.000 Schweizer Franken.
Schließlich haben die EU und Indien nach zwei Jahrzehnten Verhandlungen ein Freihandelsabkommen geschlossen. Laut Euronews wird erwartet, dass das Abkommen erhebliche Auswirkungen haben wird und eine neue geoökonomische Logik der Offenheit unter strategischen Gesichtspunkten signalisiert. Daniela Schwarzer, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, bezeichnete das Abkommen in einem Meinungsartikel für Euroviews als die "Mutter aller Deals".
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