Eine neue Analyse, die in Science veröffentlicht wurde, stellt den jahrzehntelangen wissenschaftlichen Konsens in Frage, indem sie nahelegt, dass die Genetik eine viel größere Rolle bei der Bestimmung der Lebensspanne spielt als bisher angenommen. Laut der Studie sind etwa 55 % der menschlichen Lebensspanne erblich, was bedeutet, dass mehr als die Hälfte der beobachteten Variation der Langlebigkeit innerhalb einer Population auf die Genetik zurückgeführt werden kann. Dies ist ein signifikanter Anstieg gegenüber früheren Schätzungen, die laut Nature News zwischen 10 % und 25 % lagen.
Die Ergebnisse werden voraussichtlich die Suche nach spezifischen Genen, die am Altern beteiligt sind, und die Entwicklung von Behandlungen für das Altern und altersbedingte Krankheiten unterstützen, berichtete Nature News. Die Forschung unterstreicht das Potenzial, durch das Verständnis der genetischen Komponenten der Langlebigkeit neue Wege für medizinische Interventionen zu eröffnen.
In anderen Nachrichten aus Wissenschaft und Technologie haben Forscher der Northwestern University erfolgreich eine künstliche Lunge eingesetzt, um einen schwerkranken 33-jährigen Patienten 48 Stunden lang am Leben zu erhalten, bis eine Lungentransplantation durchgeführt werden konnte, berichtete Ars Technica. Die Lunge des Patienten hatte sich aufgrund einer schweren Infektion verflüssigt, was zum Organversagen führte. Diese Leistung bietet einen potenziellen Plan zur Rettung von Patienten, die zuvor als zu krank für Lungentransplantationen galten.
Google DeepMind treibt mit dem Start von Project Genie auch KI-Weltmodelle voran, so mehrere Nachrichtenquellen. Darüber hinaus hat eine neue Studie konvergente Signalwege bei Autismus-Spektrum-Störungen trotz genetischer Vielfalt identifiziert, berichtete Vox.
Getrennt davon wurden Korrekturen für einen Nature-Artikel vom 9. April 2025 veröffentlicht, der den Übergang vom Mesolithikum zum Neolithikum im zentralen Mittelmeerraum betraf. Die Korrekturen betrafen Fehler in den Unsicherheiten der Radiokarbondatierungen und den Phasengrenzen innerhalb der ergänzenden Informationen. Die Autoren betonten jedoch, dass diese Anpassungen nur minimale Auswirkungen auf die Gesamtergebnisse der Studie haben, die weiterhin mit dem etablierten Konsens über den Zeitpunkt des neolithischen Übergangs in der Region übereinstimmen, so mehrere Quellen.
Weitere aktuelle Nachrichten sind Proteste in Minneapolis nach tödlichen ICE-Schießereien, algorithmusgesteuerte Erstellung parteiischer Inhalte, veränderte Einstellungen zur Elternschaft bei Männern der Generation Z und Apples neue Datenschutzfunktion für Standortdaten für iPhones und iPads, berichtete Vox.
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