ICE-Methoden ziehen Kritik von Polizeichefs inmitten von Bedenken hinsichtlich der Bürgerrechte auf sich
Minneapolis, MN – Eine wachsende Kontroverse umgibt die Taktiken, die von Beamten der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) in Minneapolis angewendet werden, und zieht scharfe Kritik von lokalen Polizeichefs auf sich, die behaupten, dass die Bundesbehörde Einwohner gefährdet und ihre Bürgerrechte verletzt, so die New York Times. Die Bedenken kommen auf, da ICE fortschrittliche Technologie, einschließlich Gesichtserkennung, einsetzt, was Fragen zur Privatsphäre und potenziellen Überschreitungen aufwirft.
Die New York Times berichtete, dass Polizeichefs, die jahrelang daran gearbeitet haben, die Beziehungen zur Gemeinde zu verbessern und Polizeigewalt einzudämmen, nun angesichts der Aktionen von Bundesbeamten alarmiert sind. Zu diesen Aktionen gehören Vorfälle wie "einen unschuldigen Mann in Shorts in den Schnee zu geleiten, einen 5-Jährigen zu verhaften und US-Bürger zu töten", so die NY Times.
Ein konkreter Vorfall, der von der New York Times hervorgehoben wurde, betraf Nicole Cleland, eine Freiwillige einer lokalen Bürgerrechtsorganisation. Am 10. Januar folgte Cleland einem ICE-Beamten, als dieser sie konfrontierte, sie mit Namen identifizierte und erklärte, dass er über Gesichtserkennungstechnologie verfüge und seine Körperkamera aufzeichne. Cleland, die den Beamten noch nie zuvor getroffen hatte, war eine von mindestens sieben US-amerikanischen Bürgern, die laut NY Times berichteten, von ICE-Beamten gesagt bekommen zu haben, dass sie mit Gesichtserkennungstechnologie in und um Minneapolis aufgezeichnet würden.
Der Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie durch ICE hat Bedenken hinsichtlich potenziellen Missbrauchs und der gezielten Verfolgung unschuldiger Personen geweckt. Die New York Times merkte an, dass der Einsatz dieser Technologie Fragen nach dem Umfang der Überwachungsmöglichkeiten von ICE und dem Potenzial für Verletzungen der Bürgerrechte aufwirft.
Die Kritik der Polizeichefs markiert eine bedeutende Verschiebung, da die New York Times darauf hinwies, dass lokale Polizeibehörden zuvor wegen Problemen wie Racial Profiling in der Kritik standen. Nun hat sich das Blatt gewendet, und lokale Strafverfolgungsbeamte äußern Bedenken hinsichtlich der Maßnahmen der Bundesregierung.
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