Mann wegen Amtsanmaßung als FBI-Agent festgenommen – versuchter Gefängnisausbruch eines mutmaßlichen Mörders
Ein Mann wurde am Mittwochabend festgenommen, nachdem er sich im Metropolitan Detention Center in Brooklyn als FBI-Agent ausgegeben hatte, um die Freilassung von Luigi Mangione zu erwirken, der wegen Mordes angeklagt ist, wie aus einer Strafanzeige und Aussagen von mit dem Vorfall vertrauten Personen hervorgeht. Mark Anderson, ursprünglich aus Mankato, Minnesota, erschien am Donnerstag vor einem Bundesgericht in Brooklyn und wurde wegen Amtsanmaßung als FBI-Agent angeklagt. Ein Richter ordnete seine Inhaftierung im Metropolitan Detention Center an, demselben Gefängnis, in dem auch Mangione untergebracht ist.
Laut der von Bundesanwälten im Eastern District of New York eingereichten Beschwerde traf Anderson am Mittwoch gegen 18:50 Uhr mit einem Pizzaschneider und einer Gabel im Gefängnis ein und behauptete, er habe eine gerichtliche Anordnung für Mangiones Freilassung, so die NY Times.
Mangione, 27, wird laut BBC beschuldigt, im Dezember 2024 den Vorstandsvorsitzenden von UnitedHealthcare, Brian Thompson, erschossen zu haben, als Thompson ein New Yorker Hotel betrat. Er hat sich in allen Anklagepunkten auf Bundes- und Landesebene für nicht schuldig bekannt.
In verwandten Nachrichten bezüglich Mangiones Fall urteilte ein Bundesgericht, dass Mangione im Falle einer Verurteilung nicht die Todesstrafe droht, berichtete die BBC. US-Bezirksrichterin Margaret Garnett wies die bundesrechtlichen Schusswaffendelikte gegen Mangione ab, die die Möglichkeit der Todesstrafe beinhalteten, beließ aber die Anklage wegen Stalkings, die mit einer Höchststrafe von lebenslanger Haft geahndet werden kann. Die Auswahl der Geschworenen im bundesweiten Prozess soll am 8. September beginnen, gefolgt von den Eröffnungsplädoyers, so die BBC.
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