Warshs mögliche Fed-Führung löst Marktvolatilität aus
Die Finanzmärkte erlebten am Freitag Turbulenzen, nachdem Präsident Donald Trump laut Fortune Kevin Warsh für die potenzielle Führung der Federal Reserve nominiert hatte. Die Nachricht löste eine Rallye des US-Dollars und einen Einbruch der Edelmetalle aus, wobei die Silberpreise um 31,4 % fielen und auch Gold nachgab.
Auch die US-Aktien reagierten negativ: Der S&P 500 fiel um 0,4 %, nachdem er im Laufe des Tages bereits um bis zu 1,1 % gefallen war. Der Dow Jones Industrial Average sank um 179 Punkte bzw. 0,4 %, und der Nasdaq Composite verlor 0,9 %, berichtete Fortune.
Warshs Nominierung wirft Fragen über die zukünftige Richtung der Zinssätze auf, einem Schlüsselfaktor, der die Wirtschaft und die Märkte weltweit beeinflusst. Laut Fortune steht der neue Vorsitzende der Federal Reserve vor einer Herausforderung, die seit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg beispiellos ist, da die USA mit einer erheblichen Budgetkrise zu kämpfen haben. Hohe Zinszahlungen verschlingen derzeit jeden fünften Steuerdollar, und das Congressional Budget Office (CBO) prognostiziert, dass diese Kosten bis 2035 die Ausgaben für Medicare übersteigen werden, wenn die Zinsen steigen.
Elizabeth Warren hat Kevin Warsh laut Fortune vorgeworfen, seine Haltung zu den Zinssätzen für Trump aufgeweicht zu haben. Warshs Ernennung durch einen Präsidenten, der sich offen für niedrigere Zinsen ausgesprochen hat, wird ihn der Beobachtung durch die Finanzmärkte und den Kongress aussetzen. Die Unabhängigkeit der Fed von politischem Druck zu wahren und gleichzeitig Trumps Forderungen zu erfüllen, wird eine erhebliche Herausforderung darstellen. Fortune merkte jedoch an, dass ehemalige Mitarbeiter glauben, Warsh besitze die intellektuellen Fähigkeiten und zwischenmenschlichen Kompetenzen, um diese komplexe Situation zu meistern. Die Verbindungen seiner Familie zu Trump könnten den Druck ebenfalls verringern.
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