Explosionen erschüttern Iran, während die Spannungen steigen; US-Gesandter führt Ukraine-Gespräche
Am Samstag, dem 31. Januar 2026, wurden in Iran zwei Explosionen gemeldet, während der US-Sondergesandte Steve Witkoff erklärte, er habe produktive und konstruktive Gespräche mit dem russischen Sondergesandten Kirill Dmitriev über den Krieg in der Ukraine geführt. Die Explosionen, die sich an verschiedenen Orten im ganzen Land ereigneten, forderten laut lokalen Medienberichten mindestens fünf Todesopfer und mehrere Verletzte. In Mailand, Italien, protestierten unterdessen Hunderte gegen den geplanten Einsatz von Mitarbeitern der U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) bei den bevorstehenden Olympischen Winterspielen.
Eine Explosion ereignete sich im iranischen Südhafen Bandar Abbas, bei der laut der Nachrichtenagentur Fars ein vierjähriges Mädchen getötet und 14 weitere Personen verletzt wurden. Eine zweite Explosion, über 1.000 Kilometer entfernt in Ahvaz, forderte laut Angaben lokaler Beamter vier Todesopfer. Lokale Medien führten beide Vorfälle auf Gasexplosionen zurück. Sky News berichtete, dass Israel jegliche Beteiligung an den Explosionen dementierte.
Inmitten der Berichte über Explosionen verkündete der US-Sondergesandte Steve Witkoff Fortschritte bei den diplomatischen Bemühungen bezüglich des Konflikts in der Ukraine. "Wir sind ermutigt durch dieses Treffen, dass Russland auf die Sicherung des Friedens in der Ukraine hinarbeitet", schrieb Witkoff in einem Post auf X nach den Gesprächen mit dem russischen Sondergesandten Kirill Dmitriev in Florida, so Al Jazeera. Die Treffen wurden als "produktiv und konstruktiv" bezeichnet, da die Trump-Regierung auf ein Ende des fast vierjährigen Krieges drängt.
In Italien versammelten sich Hunderte von Demonstranten auf der Piazza XXV Aprile in Mailand, um gegen die Anwesenheit von ICE-Personal bei den Olympischen Winterspielen zu demonstrieren. Sky News berichtete, dass die Demonstranten, die Anti-ICE-Proteste in den USA widerspiegelten, pfiffen und Bruce Springsteen-Lieder sangen. Der Platz ist nach dem Datum der Befreiung Italiens von den Nazis im Jahr 1945 benannt.
Diese Ereignisse spielen sich vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen im Nahen Osten und laufender Debatten über die US-amerikanische Außenpolitik ab. Al Jazeera veröffentlichte einen Essay, der die Genauigkeit der Todesopferzahlen bei den jüngsten Protesten im Iran in Frage stellt, wobei Regierungsangaben 3.117 Tote angeben, während Schätzungen von außen deutlich höher liegen. Der Artikel warf auch Bedenken hinsichtlich des Potenzials für einen eskalierenden Konflikt mit Iran auf.
Peter Kornbluh, Senior Analyst beim National Security Archive, sprach mit Al Jazeera über die Auswirkungen der US-amerikanischen Außenpolitik in Lateinamerika und erwähnte insbesondere die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und das Potenzial für weitere Maßnahmen in der Region, einschließlich Kuba.
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