Texteinstellungen Story-Text Größe Klein Standard Groß Breite Standard Breit Links Standard Orange Nur für Abonnenten Mehr erfahren Auf Navigation minimieren Vor etwa einem Jahrzehnt konzentrierten sich viele Medien, darunter WIRED, auf einen seltsamen Trend an der Schnittstelle von psychischer Gesundheit, Drogenforschung und Silicon-Valley-Biohacking: Microdosing, also die Einnahme einer kleinen Menge einer psychedelischen Droge, wobei man nicht nach ausgewachsenen halluzinatorischen Ausschweifungen strebt, sondern nach sanfteren, stabileren Effekten. Typischerweise mit Psilocybin-Pilzen oder LSD, suchte der archetypische Microdoser weniger nach schmelzenden Wänden und kaleidoskopischen Open-Eye-Visuals als nach Stimmungs- und Energieschüben, wie eine sanfte Frühlingsbrise, die durch den Geist weht. Anekdotische Berichte priesen Microdosing als eine Art psychedelisches Schweizer Taschenmesser an, das alles von erhöhter Konzentration bis hin zu einer gesteigerten Libido und (vielleicht am vielversprechendsten) einem niedrigeren berichteten Depressionsniveau bietet. Für viele war es ein Wunder. Andere blieben skeptisch. Könnten 5 Prozent einer Dosis Säure wirklich all das bewirken? Eine neue, breit angelegte Studie eines australischen Biopharma-Unternehmens deutet darauf hin, dass die Vorteile von Microdosing tatsächlich drastisch überbewertet sein könnten – zumindest wenn es um die Behandlung von Symptomen klinischer Depression geht. Eine Phase-2B-Studie mit 89 erwachsenen Patienten, die von dem in Melbourne ansässigen Unternehmen MindBio Therapeutics durchgeführt wurde und die die Auswirkungen von Microdosing mit LSD bei der Behandlung von schweren depressiven Störungen untersuchte, ergab, dass das Psychedelikum tatsächlich von einem Placebo übertroffen wurde. Über einen Zeitraum von acht Wochen wurden die Symptome anhand des
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