Die zweite Amtszeit von Präsident Donald Trump ist von eskalierenden Spannungen im In- und Ausland geprägt, wie die jüngsten Ereignisse zeigen, die von Gegenreaktionen gegen die Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen bis hin zu diplomatischen Manövern und militärischen Drohungen reichen.
Eine Trump-Wählerin in einem wichtigen Swing State äußerte sich entsetzt über das harte Vorgehen der Regierung gegen Einwanderer, insbesondere nachdem Bundesbeamte der Einwanderungsbehörde zwei US-Bürger in Minneapolis getötet hatten. Miranda Niedermeier, 35, erklärte, sie habe Trumps Fokus auf die Abschiebung krimineller Einwanderer zunächst unterstützt, sei aber desillusioniert worden. "Am Anfang haben sie Kriminelle geholt, aber jetzt zerren sie Leute aus Einwanderungsverfahren und suchen nach der kleinsten Verkehrsordnungswidrigkeit, um jemanden abzuschieben", sagte Niedermeier und fügte hinzu, dass der Ansatz der Regierung nicht christlich sei und "nicht über Leben und Tod entscheiden sollte", so Fortune.
In Texas gewann unterdessen die Demokratin Taylor Rehmet eine Sonderwahl für einen Senatsbezirk des Bundesstaates, den Trump 2024 mit 17 Punkten Vorsprung gewonnen hatte. Rehmet, eine Gewerkschaftsführerin und Veteranin, besiegte die Republikanerin Leigh Wambsganss mit einem komfortablen Vorsprung von mehr als 14 Prozentpunkten. "Dieser Sieg geht an die einfachen arbeitenden Menschen", sagte Rehmet vor Anhängern, so Fortune. Der Vorsitzende des Democratic National Committee, Ken Martin, sagte, der Sieg sei ein weiterer Beweis dafür, dass die Wähler motiviert seien, GOP-Kandidaten und -Politik unter der Trump-Regierung abzulehnen.
Auf internationaler Ebene erklärte Trump, dass die USA "anfangen, mit Kuba zu reden", während seine Regierung den Druck auf die Inselnation durch die Unterbrechung wichtiger Öllieferungen erhöht. Im Gespräch mit Reportern auf dem Flug nach Florida deutete Trump an, dass die Unterbrechung der Ölversorgung aus Venezuela und Mexiko Kuba an den Verhandlungstisch zwingen würde, so Fortune. Seine konkreten Ziele mit Kuba bleiben unklar, aber dieser Schritt folgt auf die Festnahme des damaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang Januar und eine aggressivere Haltung gegenüber Nationen, die als Gegner der USA gelten. Trump hat vorausgesagt, dass die kubanische Regierung kurz vor dem Fall steht.
Auch im Nahen Osten nehmen die Spannungen zu. Der iranische Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei warnte, dass jeder Angriff der Vereinigten Staaten einen "regionalen Krieg" auslösen würde. Laut Associated Press stellen diese Kommentare die direkteste Drohung Khameneis dar, seit Trump mit Militärschlägen gegen die Islamische Republik gedroht hat. Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln befindet sich derzeit im Indischen Ozean.
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