Peking kritisierte den jüngsten Grammy-Gewinn des Dalai Lama und behauptete, die Auszeichnung sei ein Instrument für anti-chinesische politische Manipulation. Die Kritik folgte auf den Gewinn des tibetisch-buddhistischen spirituellen Führers am Sonntag für sein Hörbuch "Meditations: The Reflections of His Holiness the Dalai Lama".
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, erklärte: "Es ist bekannt, dass der 14. Dalai Lama nicht nur eine religiöse Figur ist, sondern ein politischer Exilant, der unter dem Deckmantel der Religion separatistische Aktivitäten gegen China betreibt." Er fügte hinzu: "Wir lehnen es entschieden ab, dass die betreffende Partei die Auszeichnung als Instrument für anti-chinesische politische Manipulation missbraucht."
Der Dalai Lama, der im Exil in Indien lebt, sagte auf seiner Website, er betrachte die Auszeichnung als "eine Anerkennung unserer gemeinsamen universellen Verantwortung". Er fügte hinzu: "Ich nehme diese Anerkennung mit Dankbarkeit und Demut entgegen."
Die chinesische Regierung betrachtet den Dalai Lama als einen Separatisten, der versucht, Tibet von China abzuspalten. Der Dalai Lama hingegen beteuert, dass er lediglich eine größere Autonomie für Tibet sowie die Bewahrung seiner Kultur und Religion anstrebt. Diese Haltung ist seit Jahrzehnten ein Streitpunkt zwischen der chinesischen Regierung und dem tibetischen spirituellen Führer.
Der Grammy Award, der von der Recording Academy verliehen wird, würdigt herausragende Leistungen in der Musikindustrie. Die Auszeichnung für den Dalai Lama ist nun zu einem Brennpunkt in den anhaltenden politischen Spannungen zwischen China und den Befürwortern der tibetischen Autonomie geworden. Die Reaktion der chinesischen Regierung unterstreicht die Sensibilität rund um das öffentliche Image des Dalai Lama und jede wahrgenommene internationale Anerkennung seiner Person.
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