Völkerrecht am Scheideweg inmitten globaler Konflikte
Eine umfassende Studie der Genfer Akademie für Internationales Humanitäres Völkerrecht und Menschenrechte kam zu dem Schluss, dass das Völkerrecht, das die Auswirkungen von Kriegen begrenzen soll, am Scheideweg steht. Der Bericht, der 23 bewaffnete Konflikte der letzten 18 Monate umfasst, schätzt, dass mehr als 100.000 Zivilisten getötet wurden, wobei Kriegsverbrechen wie Folter und Vergewaltigung nahezu straflos begangen werden, wie The Guardian berichtet. Der Bericht hebt einen besorgniserregenden Trend der Missachtung des humanitären Völkerrechts in verschiedenen Konfliktzonen der Welt hervor.
In anderen Entwicklungen rückte die syrische Armee am Montag in die nordöstliche Stadt Hasakah ein, die zuvor von den von Kurden geführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) kontrolliert wurde, wie Al Jazeera berichtete. Dieser Schritt ist ein erster Schritt zur Umsetzung eines von den USA unterstützten Waffenstillstandsabkommens. Ein großer Konvoi von Lastwagen wurde Stunden, nachdem die SDF dort eine Ausgangssperre verhängt hatte, beim Einfahren in die Stadt beobachtet. Sowohl die syrische Armee als auch die SDF haben sich jedoch gegenseitig Waffenstillstandsverletzungen vorgeworfen.
Unterdessen trafen israelische Angriffe am Montag zwei weitere Dörfer im Südlibanon, Kfar Tebnit und Ain Qana, trotz eines vermeintlichen Waffenstillstands, wie Al Jazeera berichtete. Das israelische Militär behauptete, es habe bei den Angriffen die Infrastruktur der Hisbollah ins Visier genommen.
In den Vereinigten Staaten wurden der fünfjährige Liam Ramos und sein Vater aus einer Einwanderungshaftanstalt entlassen, wie Al Jazeera berichtete. Ein Richter ordnete ihre Freilassung an und warf ICE-Agenten vor, Kinder zu traumatisieren, während sie die Abschiebungsquoten der Trump-Regierung verfolgten.
In den Wirtschaftsnachrichten argumentierte der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis, dass der Kapitalismus bereits beendet sei und die Welt in eine Ära des "Techno-Feudalismus" eingetreten sei, in der große Technologieunternehmen eine beispiellose Macht über das menschliche Verhalten ausüben, wie Euronews berichtete. In einem Gespräch mit Euronews nach seinem Panel auf dem Web Summit Qatar warnte Varoufakis, dass die Welt auf eine weitere Krise wie 2008 zusteuern könnte, die durch den Aufstieg von Stablecoins und mächtigen Technologieplattformen ausgelöst wird.
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