Italien hat am Montag ein Sicherheitsdekret im Schnellverfahren verabschiedet, nachdem es in Turin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen war, bei denen über 100 Polizisten verletzt wurden. Der Vorfall, den Premierministerin Giorgia Meloni als "versuchten Mord" bezeichnete, betraf einen 29-jährigen Beamten, Alessandro Calista, von der Mobilen Polizeieinheit Padua, der laut Euronews von maskierten Demonstranten mit einem Hammer angegriffen wurde.
In Frankreich verabschiedete die Regierung unterdessen den Staatshaushalt 2026, nachdem sie am Montag zwei Misstrauensvoten im Parlament überstanden hatte. Die Anträge wurden als Reaktion auf die Entscheidung von Premierminister Sébastien Lecornu eingebracht, Artikel 49.3 der Verfassung anzuwenden, der es der Regierung ermöglichte, die Gesetze ohne Abstimmung durch die Parlamentsabgeordneten zu verabschieden, wie Euronews berichtete. Der Verabschiedung des Haushalts gingen monatelange politische Blockaden voraus.
Im Iran löste eine Sendung auf Ofogh TV, einem Sender mit Verbindungen zum Korps der Islamischen Revolutionsgarden, landesweite Empörung aus, weil sie Demonstranten verhöhnte, die während der Proteste im Januar getötet wurden, wie Euronews berichtete. Die Sendung mit dem Titel "Khat-Khati" (Gekritzel) führte dazu, dass der Staatsanwalt von Teheran Anklage gegen den Direktor, das Produktionsteam und den Moderator des Senders erhob. Der Fernsehmoderator soll spöttische Bemerkungen darüber gemacht haben, dass die Islamische Republik die Leichen an kalten Orten aufbewahrt, um möglichen Angriffen der USA oder Israels vorzubeugen.
In anderen Nachrichten argumentierte der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis in einem Gespräch mit Euronews nach seinem Panel auf dem Web Summit Qatar, dass der Kapitalismus bereits beendet sei und die Welt in eine Ära des "Techno-Feudalismus" eingetreten sei. Er warnte vor einer potenziellen Krise ähnlich der von 2008, die durch den Aufstieg von Stablecoins und mächtigen Technologieplattformen ausgelöst werde, so Euronews. Varoufakis erklärte, dass Debatten über den Kapitalismus am Thema vorbeigingen, da große Technologieunternehmen nun eine beispiellose Macht über das menschliche Verhalten ausübten.
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