Globales Menschenrechtssystem in Gefahr, warnt Human Rights Watch
Human Rights Watch (HRW) warnte, dass das globale System der Menschenrechte in Gefahr ist, da laut ihrem am Mittwoch veröffentlichten jährlichen World Report 2026 inzwischen 72 Prozent der Weltbevölkerung unter Autokratie leben. Der Bericht hob hervor, dass die Vereinigten Staaten, China und Russland von Führern angeführt werden, die eine offene Verachtung für Normen teilen und über beträchtliche wirtschaftliche, militärische und diplomatische Macht verfügen, so Al Jazeera.
Der Bericht (PDF) warnte vor den Herausforderungen für die Menschenrechte auf der ganzen Welt. Die Organisation hob die Notlage staatenloser Menschen hervor und wies darauf hin, dass Personen ohne Staatsbürgerschaft mit endlosen bürokratischen Hürden konfrontiert sind, die ihre Möglichkeiten beeinträchtigen, Arbeit zu finden, Zugang zu Bildung zu erhalten und einfach in einem System zu existieren, das sie nicht offiziell anerkennt, so Al Jazeera. Ein kurzer Dokumentarfilm, "Citizens of Nowhere", untersucht die Erfahrungen staatenloser Menschen in den Vereinigten Staaten und hinterfragt, was Staatsbürgerschaft wirklich bedeutet, so Al Jazeera.
In anderen Nachrichten blockierte ein Bundesrichter die Trump-Regierung daran, bis zu 350.000 Haitianern den vorübergehenden Schutzstatus zu entziehen, ein Status, der es ihnen inmitten der Unruhen in ihrer Heimat erlaubt, legal in den Vereinigten Staaten zu leben und zu arbeiten, so The Guardian. Richterin Ana Reyes erließ eine einstweilige Verfügung, die Kristi Noem, die US-Heimatschutzministerin, daran hindert, ihre Entscheidung zur Aufhebung des Schutzstatus umzusetzen, so The Guardian.
Unterdessen bemühte sich Netflix, skeptische Gesetzgeber davon zu überzeugen, dass die geplante 82-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros Discovery den Verbrauchern, Arbeitnehmern und der breiteren Unterhaltungsindustrie zugute kommen würde, so BBC Business. Am Dienstag äußerten Mitglieder des US-Senats-Kartellausschusses, dem sowohl Demokraten als auch Republikaner angehören, Bedenken hinsichtlich des eingeschränkten Wettbewerbs, potenzieller Preiserhöhungen und der Zukunft der Kinos, falls die Fusion zustande kommt, so BBC Business. Der Deal wird derzeit vom Justizministerium (DoJ) geprüft, so BBC Business.
Durchgesickerte Audioaufnahmen aus den Epstein-Akten deuten darauf hin, dass der ehemalige britische Premierminister und Friedensratsmitglied Tony Blair dafür bekannt war, nach seinem Ausscheiden aus dem Amt große Summen Geldes für Beratertätigkeiten zu verdienen, so Al Jazeera. Blairs Büro teilte Al Jazeera mit, dass die in den Audioaufnahmen genannten Zahlen Unsinn seien.
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