Keir Starmer, der britische Premierminister, entschuldigte sich am Donnerstag bei den Opfern von Jeffrey Epstein für die Ernennung von Peter Mandelson zum britischen Botschafter in Washington. Die Entschuldigung erfolgte nach der Veröffentlichung neuer Dokumente, die laut Euronews eine engere Beziehung zwischen Mandelson und dem in Ungnade gefallenen Finanzier offenbarten, als bisher bekannt war. Starmer räumte ein, über das Ausmaß der Beziehung Mandelsons zu Epstein getäuscht worden zu sein.
Der Premierminister entließ Mandelson, nachdem E-Mails aufgetaucht waren, die ihre fortgesetzte Freundschaft nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008 zeigten, berichtete Euronews. Die britische Polizei ermittelt nun gegen Mandelson wegen möglichen Fehlverhaltens im öffentlichen Amt. Laut BBC World bedauerte Starmer, Mandelsons "Lügen" bezüglich seiner Verbindung zu Epstein geglaubt zu haben.
Die Ernennung und die anschließende Entschuldigung haben Kritik von Oppositionsführern hervorgerufen und Besorgnis innerhalb von Starmers eigener Partei ausgelöst. BBC World merkte an, dass einige Starmers Rücktritt fordern und seine Führungsqualitäten in Frage stellen. Während mindestens ein Epstein-Überlebender Starmers Entschuldigung lobte, hat die Situation einen enormen Druck auf den Premierminister ausgeübt.
Die Kontroverse um Mandelsons Ernennung fällt mit anderen bedeutenden Ereignissen zusammen. Mehrere Nachrichtenquellen berichteten, dass Prinz Andrew seine Residenz Royal Lodge früher als erwartet geräumt hat und vorübergehend in Wood Farm auf dem Sandringham-Anwesen wohnt. Fox News deutete an, dass für 2026 ein dauerhafter Umzug nach Marsh Farm geplant ist, der möglicherweise aufgrund der kürzlichen Veröffentlichung von Dateien im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein und des Wunsches von Prinz William, die königliche Familie von Andrew zu distanzieren, beschleunigt wird.
Die Untersuchung von Mandelsons Verhalten ist noch nicht abgeschlossen. Der Fokus liegt weiterhin auf der Art und dem Umfang seiner Beziehung zu Epstein und darauf, ob während seiner Zeit im öffentlichen Amt ein Fehlverhalten stattgefunden hat.
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