Bei einem Drohnenangriff in Zentral-Sudan sind mindestens 24 Menschen getötet worden, darunter acht Kinder, so eine Ärztegruppe, während in Malawi Tausende von Unternehmen aus Protest gegen Steueränderungen schlossen. Unterdessen hob China das Todesurteil eines kanadischen Staatsbürgers auf, und Kanada und Frankreich eröffneten Konsulate in Grönland. Sturm Leonardo setzte Europa und Nordafrika weiterhin zu und brachte heftige Regenfälle und starke Winde auf die Iberische Halbinsel.
Der Drohnenangriff, der einer paramilitärischen Gruppe zugeschrieben wird, traf am Samstag ein Fahrzeug mit Vertriebenenfamilien im Sudan, wie eine Ärztegruppe berichtete. Der Angriff ereignete sich in Zentral-Sudan, und unter den Toten waren acht Kinder, darunter zwei Säuglinge. Die Vereinten Nationen berichteten, dass dieselbe paramilitärische Gruppe am Freitag auch einen Hilfskonvoi in dem Bundesstaat angegriffen hatte.
In Malawi schlossen Tausende von Unternehmen aus Protest gegen neue Steueränderungen. In den vier größten Städten des Landes fanden Demonstrationen statt, die zu einer Verzögerung der Einführung der neuen Steuerregelung führten. Geschäftsinhaber behaupteten, das neue System würde ihre Lebensgrundlage zerstören. Zehntausende hatten Petitionen unterzeichnet, die den Steuerbehörden vorgelegt wurden.
China hob am Freitag das Todesurteil des kanadischen Staatsbürgers Robert Lloyd Schellenberg auf, sagte ein kanadischer Beamter. Schellenberg war 2014 wegen Drogendelikten festgenommen worden. Dieser Schritt wird als mögliches Zeichen einer diplomatischen Entspannung gewertet, da Premierminister Mark Carney die Handelsbeziehungen mit Peking ausbauen möchte.
Kanada und Frankreich eröffneten am Freitag diplomatische Konsulate in der Hauptstadt Grönlands und demonstrierten damit ihre Unterstützung für ihren NATO-Verbündeten Dänemark und die arktische Insel. Dieser Schritt erfolgt nach den Bemühungen der USA, die Kontrolle über das halbautonome dänische Gebiet zu sichern. Kanada hatte versprochen, 2024 ein Konsulat in Nuuk zu eröffnen.
Sturm Leonardo brachte weiterhin Unwetter nach Europa und Nordafrika. Spanien und Portugal wurden von heftigen Regenfällen und starken Winden heimgesucht, was zu Unwetterwarnungen führte. Die spanische staatliche meteorologische Agentur gab für Cádiz und Teile von Málaga die höchste rote Alarmstufe für heftige Regenfälle aus. Überschwemmungen in Marokko zwangen mehr als 100.000 Menschen zur Evakuierung.
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