Eine wachsende Bewegung namens "QuitGPT" drängt Benutzer dazu, ihre ChatGPT-Abonnements zu kündigen, befeuert durch Bedenken hinsichtlich der politischen Verbindungen von OpenAI und der Unzufriedenheit der Benutzer mit der Leistung des Chatbots. Die Kampagne, die in den letzten Wochen an Fahrt gewonnen hat, hat Benutzer dazu veranlasst, ihre Kündigungen zu teilen und öffentliche Kritik zu äußern, so mehrere Nachrichtenquellen.
Die Dynamik der Bewegung beruht auf mehreren Faktoren. Ein wichtiger Streitpunkt ist eine erhebliche Spende von OpenAI-Präsident Greg Brockman an das Super-PAC MAGA Inc. von Präsident Donald Trump, wie von MIT Technology Review berichtet. Darüber hinaus hat auch der Einsatz von ChatGPT-4 durch die US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) zur Lebenslaufprüfung Kritik hervorgerufen, insbesondere angesichts der jüngsten Kontroversen der Behörde, darunter eine tödliche Schießerei in Minneapolis im Januar.
Die Frustration der Benutzer mit den Fähigkeiten von ChatGPT trägt ebenfalls zur Bewegung bei. Alfred Stephen, ein freiberuflicher Softwareentwickler in Singapur, abonnierte ChatGPT Plus für 20 US-Dollar pro Monat, um seine Arbeit zu beschleunigen, war aber mit den Programmierfähigkeiten des Chatbots und den weitschweifigen Antworten unzufrieden, so MIT Technology Review. Er stieß dann auf der Plattform Reddit auf die "QuitGPT"-Kampagne.
Die "QuitGPT"-Bewegung entfaltet sich vor dem Hintergrund anderer Entwicklungen bei OpenAI. Laut TechCrunch wurde OpenAIs ehemaliger VP für Produktrichtlinien, Ryan Beiermeister, im Januar nach einer Anschuldigung wegen Geschlechterdiskriminierung entlassen, die sie bestreitet, und nachdem sie Bedenken hinsichtlich einer geplanten "Erwachsenenmodus"-Funktion für ChatGPT geäußert hatte. OpenAI erklärte, Beiermeisters Ausscheiden stehe in keinem Zusammenhang mit ihren Bedenken.
Das Jahrestreffen der Gouverneure war ebenfalls von politischer Zwietracht geprägt, wie Time berichtete. Das Treffen umfasste einen Boykott der Demokraten und widersprüchliche Berichte über die Umbenennung öffentlicher Infrastruktur nach Präsident Trump.
Die "QuitGPT"-Kampagne unterstreicht einen wachsenden Trend, bei dem Benutzer die politischen Verbindungen von Technologieunternehmen und die Auswirkungen von KI-Tools genau unter die Lupe nehmen. Die Zukunft der Bewegung und ihre potenziellen Auswirkungen auf die Abonnentenbasis von OpenAI bleiben abzuwarten.
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