Ein tödliches Massaker in der abgelegenen kanadischen Gemeinde Tumbler Ridge, British Columbia, hat die Gemeinde in Trauer gestürzt und markiert eines der tödlichsten derartigen Ereignisse in der jüngeren Geschichte Kanadas, so NPR. Unterdessen wirft der rasante Fortschritt der künstlichen Intelligenz ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Online-Kriminalität und des Potenzials der KI für die Entwicklung verheerender Biowaffen auf, wie von MIT Technology Review und Time hervorgehoben.
Ende August des Vorjahres entdeckten die Cybersicherheitsforscher Anton Cherepanov und Peter Strýček laut MIT Technology Review eine neue Ransomware-Variante, die ausgeklügelte Techniken einsetzte. Diese Entdeckung verdeutlichte die sich entwickelnde Bedrohungslandschaft, in der KI Online-Verbrechen erleichtert. Die auf VirusTotal hochgeladene Datei löste Cherepanovs benutzerdefinierte Malware-Erkennungsmaßnahmen aus und enthüllte eine Art von Malware, die Dateien auf dem System eines Opfers verschlüsselte und sie unbrauchbar machte, bis ein Lösegeld gezahlt wurde.
Der Aufstieg der KI beschränkt sich nicht auf böswillige Aktivitäten. Chinesische Unternehmen entwickeln laut MIT Technology Review rasant KI-Modelle, die mit der Leistung führender westlicher Modelle zu einem Bruchteil der Kosten konkurrieren. So veröffentlichte Moonshot AI beispielsweise sein neuestes Open-Weight-Modell, Kimi K2.5, das bei einigen frühen Benchmarks an die Spitze proprietärer Systeme wie Anthropics Claude Opus heranreichte.
Das Potenzial für den Missbrauch von KI erstreckt sich auch auf den Bereich der Massenvernichtungswaffen. Im Jahr 2023 demonstrierte der ehemalige UN-Waffeninspektor Rocco Casagrande, wie ein KI-Chatbot ihm ein Rezept für eine tödliche Pandemie lieferte, zusammen mit Ideen zur Optimierung eines Angriffs, so Time. Diese Demonstration sandte ein starkes Signal an die Sicherheitsbehörden, wie schnell KI die Hürden für die Entwicklung verheerender Biowaffen gesenkt hat.
Auch das britische Wissenschaftsökosystem steht vor Herausforderungen. Die nationale Wissenschaftsförderagentur des Landes, UK Research and Innovation (UKRI), kündigte laut Nature News große Änderungen an der Art und Weise an, wie Forschungsstipendien beurteilt und vergeben werden. Dieser Schritt zu einer Top-Down-Agenda für die Forschungsförderung ist besorgniserregend und verunsichert die britische Forschungsgemeinde.
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