Europas leistungsstärkste Rakete, die Ariane 64, hat am Donnerstag ihren Jungfernflug erfolgreich absolviert und 32 Satelliten für Amazons Leo-Netzwerk ins All befördert, wie Euronews und Ars Technica berichten. Der Start vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, markierte einen bedeutenden Schritt für das Ariane-6-Programm und einen Erfolg für Amazon, das mit Elon Musks Starlink konkurrieren will.
Die Ariane 64, benannt nach ihren vier Boostern, hob um 11:45 Uhr EST (16:45 Uhr UTC) ab und erzeugte dabei über 3,4 Millionen Pfund Schub, berichtete Ars Technica. Das wasserstoffbetriebene Haupttriebwerk der Rakete und die Feststoffraketenbooster beförderten sie in einen wolkenlosen Himmel. Dieser Start war besonders wichtig für Amazon, das sich nach Rückschlägen mit anderen Startanbietern auf die Ariane 6 verließ.
Der Start erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die französische Regierung wegen ihrer Bemühungen zur Bekämpfung der sinkenden Geburtenrate des Landes unter die Lupe genommen wird. Ein parlamentarischer Ausschuss stellte einen Plan zur Bewältigung des Problems vor, der eine umstrittene Initiative zur Versendung von Briefen an Erwachsene ab 29 Jahren zum Thema Unfruchtbarkeit vorsieht, berichtete Euronews. Der Inhalt des Briefes wurde nicht veröffentlicht, aber die Initiative hat bereits Kritik ausgelöst. "Ich finde den Ansatz extrem ungeschickt und es ist überhaupt nicht der richtige Weg, um das Bewusstsein zu schärfen", sagte Lucie, eine 27-Jährige, laut Euronews.
Unterdessen gab es auch bei einem anderen Raketenstart Probleme. United Launch Alliances Vulcan-Rakete hatte kurz nach dem Start von der Space Coast in Florida am Donnerstag ein Problem mit einem Booster, wie Ars Technica feststellte. Die Rakete erholte sich und setzte ihren Aufstieg in die Umlaufbahn mit einer Reihe von US-Militärsatelliten fort. Einzelheiten zu dem Problem mit dem Booster sind noch unklar, und eine Untersuchung läuft.
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