Die Republikaner im Repräsentantenhaus verabschiedeten am Mittwoch mit der Unterstützung eines Demokraten einen Gesetzentwurf zur Wahlrechtsreform, der in den Vereinigten Staaten strengere Anforderungen an die Wählerausweis vorsehen würde. Der "Safeguard American Voter Eligibility" (SAVE America) Act, der das Repräsentantenhaus mit 218 zu 213 Stimmen passierte, geht nun an den Senat, wo ihm eine ungewisse Zukunft bevorsteht.
Die von Ex-Präsident Donald Trump unterstützte Gesetzgebung würde laut Time vorschreiben, dass Wähler in allen 50 Bundesstaaten einen Staatsbürgerschaftsnachweis und einen Lichtbildausweis vorlegen müssen, um ihre Stimme abzugeben. Die Verabschiedung des Gesetzentwurfs stellt einen bedeutenden Schritt in der anhaltenden Debatte über die Integrität der Wahlen dar. Während die Abstimmung weitgehend entlang der Parteilinien verlief, war der demokratische Abgeordnete Henry Cuellar aus Texas das einzige Mitglied seiner Partei, das den Gesetzentwurf unterstützte und damit von seinen Kollegen abwich.
Die Verabschiedung des Gesetzentwurfs erfolgt inmitten anderer politischer Entwicklungen. Republikaner kritisieren den demokratischen Senator Jon Ossoff dafür, dass er bei seinen Kundgebungen einen Ausweis verlangt, sich aber gleichzeitig gegen Wählerausweisgesetze ausspricht, so Fox News. Diese Kritik wird in einer neuen Angriffswerbung hervorgehoben, die auf den offensichtlichen Widerspruch in Ossoffs Haltung zu den Ausweispflichten hinweist. Ossoffs Team hat sich laut mehreren Quellen nicht zu der Angelegenheit geäußert.
Der SAVE America Act steht im Senat vor einem schwierigen Kampf, wo er 60 Stimmen benötigen würde, um eine mögliche Filibuster zu überwinden, so Time. Eine frühere Version der Gesetzgebung passierte im vergangenen Jahr das Repräsentantenhaus mit der Unterstützung von vier Demokraten, aber die Aussichten des aktuellen Gesetzentwurfs sind weniger sicher. Die Trump-Administration sieht sich auch mit Kritik an Umwelt-Rücknahmen und Einwanderungsfragen konfrontiert, was die komplexe politische Landschaft rund um den Wahlrechtsreformgesetzentwurf noch verstärkt.
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