Europas neue Ariane 6 Rakete hat am Donnerstag erfolgreich ihren Jungfernflug absolviert und 32 Satelliten für Amazons Leo-Netzwerk ins All befördert. Der Start vom Guiana Space Center in Kourou, Französisch-Guayana, markierte einen bedeutenden Meilenstein für das europäische Weltraumprogramm und eine entscheidende Mission für Amazon, das mit Elon Musks Starlink konkurrieren will. Die Ariane 64, die leistungsstärkste Version der Rakete, hob um 11:45 Uhr EST (16:45 Uhr UTC) ab und erzeugte dabei über 3,4 Millionen Pfund Schub.
Die Ariane 64, benannt nach ihren vier Boostern, ist laut Euronews ein Symbol für europäische Innovation in der Raumfahrtindustrie. Der Start war entscheidend für Amazon, da sich das Unternehmen auf die Rakete verlässt, um seine Satelliten-Breitbandkonstellation einzusetzen. Das wasserstoffbetriebene Haupttriebwerk der Rakete und die vier Feststoffraketen-Booster brachten sie schnell in den klaren Himmel.
Unterdessen gab es bei einem anderen Raketenstart Schwierigkeiten. Augenblicke nach dem Start von Floridas Space Coast am frühen Donnerstagmorgen zeigte die Vulcan-Rakete der United Launch Alliance Funken in ihrer Abgasfahne, so Ars Technica. Die Rakete drehte sich um ihre Achse, bevor sie sich wieder fing und ihren Aufstieg in die Umlaufbahn mit einer Reihe von US-Militärsatelliten fortsetzte. Einzelheiten zu dem Problem mit dem Booster sind noch unklar, und eine Untersuchung ist im Gange.
Der erfolgreiche Ariane 6-Start erfolgt zu einer Zeit, in der Frankreich mit anderen Problemen zu kämpfen hat. Ein parlamentarischer Ausschuss stellte einen Plan zur Bekämpfung der sinkenden Geburtenrate des Landes vor, der Debatten und Kritik auslöste. Die Regierung plant, einen Brief an Erwachsene ab 29 Jahren über Unfruchtbarkeit zu schicken, eine Initiative, die bereits Kritik hervorgerufen hat. "Ich fand den Ansatz extrem ungeschickt und es ist überhaupt nicht der richtige Weg, um das Bewusstsein zu schärfen", sagte Lucie, eine 27-Jährige, gegenüber Euronews.
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