Die regelbasierte Weltordnung "existiert nicht mehr", so Bundeskanzler Friedrich Merz, der auf der Münchner Sicherheitskonferenz vor einer Ära der Großmächtepolitik warnte. Unterdessen trat der Chef des globalen Hafenbetreibers DP World, Sultan Ahmed bin Sulayem, nach Enthüllungen über seine Verbindungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zurück. Anderswo beschuldigte Oppositionsführer Peter Magyar in Ungarn seine Rivalen, ihn im Vorfeld der bevorstehenden Wahl erpressen zu wollen, und US-Präsident Donald Trump kündigte die Aufhebung einer wichtigen Umweltentscheidung aus der Obama-Ära an. In Bangladesch wird nach einem Erdrutschwahlsieg ein neuer Regierungschef erwartet.
Auf der jährlichen Münchner Sicherheitskonferenz sagte Merz den Staats- und Regierungschefs, dass "unsere Freiheit nicht garantiert ist" und dass sich die Europäer auf "Opfer" einstellen müssten. Er räumte auch eine "tiefe Kluft" zwischen Europa und den Vereinigten Staaten ein. Die Konferenz fand vor dem Hintergrund von Bedenken hinsichtlich des Vorgehens der USA statt, darunter die Drohungen von Präsident Trump in Bezug auf Dänemarks Souveränität über Grönland und Zölle auf europäische Importe.
Der sofortige Rücktritt von Sultan Ahmed bin Sulayem von DP World folgte auf die Veröffentlichung von Dokumenten, die darauf hindeuten, dass er über ein Jahrzehnt hinweg Hunderte von E-Mails mit Epstein austauschte. Obwohl die Erwähnung in den Dokumenten nicht unbedingt ein Fehlverhalten bedeutet, wuchs der Druck, was zu seinem Ausscheiden führte. Essa Kazim und Yuvraj Narayan wurden zum neuen Vorsitzenden bzw. Chief Executive Officer ernannt.
In Ungarn beschuldigte Oppositionsführer Peter Magyar, der in den Umfragen vorne liegt, seine Rivalen, ihn mit einem heimlich aufgenommenen Sex-Tape erpressen zu wollen. Magyar erklärte, er werde eine Beschwerde bei den Behörden einreichen und die mögliche Veröffentlichung des Tapes geltend machen. Der angebliche Vorfall ereignete sich im August 2024, als Magyar angab, einvernehmlichen Sex gehabt zu haben.
Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die "Endangerment Finding", eine wichtige Umweltentscheidung aus der Obama-Ära, aufzuheben, wird voraussichtlich mehrere Auswirkungen haben, darunter weniger Beschränkungen für Treibhausgasemissionen für die US-Autoindustrie. Experten prognostizieren verschiedene Umwelt- und Wirtschaftskonsequenzen, und die Entscheidung wird wahrscheinlich rechtliche Anfechtungen von Umweltgruppen nach sich ziehen.
In Bangladesch wird erwartet, dass Tarique Rahman nach einem Erdrutschwahlsieg neuer Premierminister wird. Dies markiert einen Machtwechsel, da die Awami-Liga und die Bangladesh Nationalist Party (BNP) seit Jahrzehnten abwechselnd die Macht innehatten.
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