Fünf europäische Nationen gaben am Samstag bekannt, dass sie glauben, der russische Oppositionsführer Alexei Navalny sei vom Kreml mit einem seltenen und tödlichen Toxin vergiftet worden, das in der Haut von Pfeilgiftfröschen gefunden wird. Die Regierungen des Vereinigten Königreichs, Frankreichs, Deutschlands, Schwedens und der Niederlande gaben eine gemeinsame Erklärung heraus, in der das Vorhandensein von Epibatidin in Navalnys Körper bestätigt wurde, einer Substanz, die in Russland nicht natürlich vorkommt, und die wahrscheinliche Schuld der russischen Regierung festgestellt wurde.
Die Bekanntmachung folgte einer Analyse von Proben, die aus Navalnys Körper entnommen wurden, die das Vorhandensein von Epibatidin schlüssig bestätigte, so die gemeinsame Erklärung. Epibatidin kommt natürlicherweise in südamerikanischen Pfeilgiftfröschen vor, und sein Vorhandensein in Navalnys Körper bot keine unschuldige Erklärung, hieß es in der Erklärung. Navalny starb zwei Jahre vor der Bekanntmachung in einem abgelegenen sibirischen Gefängnis.
Die Nachricht kommt inmitten angespannter Beziehungen zwischen den USA und Europa. Außenminister Marco Rubio erklärte am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz, dass die Vereinigten Staaten ihre Beziehungen zu Europa wiederbeleben wollten. Rubio betonte die gemeinsame Geschichte zwischen den USA und Europa und sagte: "Wir wollen, dass Europa stark ist", so die Time. Diese Botschaft wurde von einigen europäischen Führern als Friedensangebot nach einem früheren antagonistischen Auftritt von Vizepräsident J.D. Vance auf demselben Forum gewertet.
Das anhaltende politische Klima umfasst auch den Hintergrund der zweiten Präsidentschaft von Präsident Donald Trump. Laut Vox hat Trump seine autoritären Ambitionen trotz Bemühungen noch nicht vollständig verwirklicht.
Die Untersuchung von Navalnys Tod und die Auswirkungen der Ergebnisse der europäischen Nationen sind noch im Gange. Weitere Einzelheiten und mögliche Reaktionen der russischen Regierung werden erwartet.
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