Brewdog, der schottische Craft-Beer-Gigant, erwägt einen Verkauf, nachdem Finanzexperten hinzugezogen wurden, um Optionen für neue Investoren zu prüfen, während sich die geschlechtsspezifische Lohnlücke in Großbritannien laut dem Trades Union Congress (TUC) voraussichtlich erst 2056 schließen wird. Diese Entwicklungen geschehen, während Manchester als potenzielles Modell für das Wirtschaftswachstum in Großbritannien gefeiert wird und Prinz Andrew wegen Vorwürfen der Weitergabe eines Treasury-Dokuments an einen Geschäftskontakt unter die Lupe genommen wird.
Brewdog, 2007 von James Watt und Martin Dickie gegründet, hat die Berater von AlixPartners beauftragt, den Verkaufsprozess zu überwachen, der möglicherweise zur Zerschlagung des Unternehmens führen könnte. Ein Sprecher von Brewdog nannte das "herausfordernde wirtschaftliche Klima" als Grund für die Entscheidung und betonte den Fokus auf die "langfristige Stärke und Nachhaltigkeit" des Unternehmens. Das Unternehmen betreibt Brauereien und Pubs weltweit, darunter etwa 60 in Großbritannien.
Unterdessen warnte der TUC, dass die geschlechtsspezifische Lohnlücke bei der derzeitigen Geschwindigkeit erst in weiteren drei Jahrzehnten beseitigt sein wird. Ihre Analyse offizieller Lohndaten ergab eine Diskrepanz von 12,8 % zwischen den Durchschnittslöhnen von Männern und Frauen, was 2.548 £ pro Jahr entspricht. Die Lücke ist in der Finanz- und Versicherungsbranche mit 27,2 % am deutlichsten, aber nur 1,5 % im Freizeitdienstleistungssektor. Die geschlechtsspezifische Lohnlücke misst die Differenz der Gehälter, die Männern und Frauen in denselben Branchen gezahlt werden. Arbeitgeber mit mehr als 250 Mitarbeitern in Großbritannien müssen Lohndaten melden.
In anderen Nachrichten sieht sich Prinz Andrew erneuten Anschuldigungen der Weitergabe eines offiziellen Dokuments gegenüber. Berichten zufolge gab er 2010 ein Treasury-Briefing an Jonathan Rowland, einen Geschäftskontakt, weiter. Das Briefing betraf Bankprobleme in Island. Dies hat zu einer weiteren Prüfung des ehemaligen Prinzen geführt, wobei Fragen zu seiner Nutzung seiner öffentlichen Rolle zur Bereitstellung offizieller Informationen an private Mitarbeiter aufgeworfen wurden.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen zieht Manchester die Aufmerksamkeit als potenzielles Modell für das Wirtschaftswachstum in Großbritannien auf sich. Laut Faisal Islam, Wirtschaftsredakteur der BBC, stellt die Stadt einen "anderen Raum zu der allgemeinen trostlosen wirtschaftlichen Stimmung in weiten Teilen des Landes" dar. Strategien, die vor Jahrzehnten umgesetzt und von Regierungen über das gesamte politische Spektrum hinweg unterstützt wurden, "blühen" nun auf.
Schließlich kontrolliert die Republikanische Partei in den Vereinigten Staaten derzeit das Weiße Haus und beide Kammern des Kongresses. Experten wägen jedoch die Aussichten für die bevorstehenden Wahlen im November ab. Trotz Kritik an den wirtschaftlichen Bedingungen und den Anti-Immigrations-Taktiken ist US-Präsident Donald Trump bei den republikanischen Wählern weiterhin beliebt.
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