Das Europäische Parlament hat Abgeordneten die Nutzung von integrierten KI-Tools auf ihren Arbeitsgeräten untersagt und dabei Sicherheits- und Datenschutzbedenken angeführt. In der Tech-Welt hat Anthropic eine neue Version seines Sonnet-Modells veröffentlicht, Mistral AI hat Koyeb übernommen, und SpaceX-Veteranen haben sich 50 Millionen US-Dollar in einer Series-A-Finanzierungsrunde für Datenverbindungen gesichert. Diese Entwicklungen unterstreichen die rasante Entwicklung der KI und der Infrastruktur, die sie unterstützt.
Laut einer E-Mail, die Politico vorliegt, erklärte die IT-Abteilung des Parlaments, dass sie die Sicherheit von Daten, die auf die Server von KI-Unternehmen hochgeladen werden, nicht garantieren könne. In der E-Mail wurde ferner festgestellt, dass das volle Ausmaß der Informationen, die mit KI-Unternehmen geteilt werden, noch bewertet wird, und sie schloss mit der Feststellung, dass "es als sicherer erachtet wird, solche Funktionen deaktiviert zu lassen". Diese Entscheidung betrifft KI-Chatbots wie Anthropics Claude, Microsofts Copilot und OpenAIs ChatGPT, da das Hochladen von Daten auf diese Plattformen Benutzerinformationen US-Behörden zugänglich machen könnte.
Unterdessen hat Anthropic Sonnet 4.6 vorgestellt, die neueste Iteration seines mittelgroßen Modells, womit der Aktualisierungszyklus von vier Monaten fortgesetzt wird. Diese neue Version, die für Benutzer der Free- und Pro-Pläne die Standardeinstellung sein wird, bietet Verbesserungen in den Bereichen Programmierung, Befolgung von Anweisungen und Computernutzung. Die Beta-Version von Sonnet 4.6 umfasst ein Kontextfenster von 1 Million Tokens, doppelt so groß wie das bisher größte Fenster für Sonnet, wodurch es in der Lage ist, ganze Codebasen, lange Verträge oder zahlreiche Forschungsarbeiten in einer einzigen Anfrage zu speichern, so TechCrunch. Diese Einführung folgt auf die kürzliche Veröffentlichung von Opus 4.6 und antizipiert ein aktualisiertes Haiku-Modell in den kommenden Wochen.
In anderen Nachrichten hat Mistral AI, das mit 13,8 Milliarden US-Dollar bewertet wird, seine erste Akquisition getätigt und Koyeb erworben, ein in Paris ansässiges Startup, das sich auf die Vereinfachung der Bereitstellung von KI-Apps und die Verwaltung seiner Infrastruktur spezialisiert hat. Dieser Schritt signalisiert Mistrals Ambition, ein Full-Stack-Player zu werden, und beschleunigt sein KI-Cloud-Infrastrukturangebot, Mistral Compute, das im Juni 2023 angekündigt wurde. Koyeb, das 2020 von ehemaligen Scaleway-Mitarbeitern gegründet wurde, konzentriert sich auf serverloses Computing, ein Konzept, das mit zunehmendem KI-Bedarf an Bedeutung gewonnen hat.
Darüber hinaus hat eine Gruppe von SpaceX-Veteranen 50 Millionen US-Dollar in einer Series-A-Finanzierungsrunde für Mesh Optical Technologies, ein Startup aus Los Angeles, gesichert. Das Unternehmen, das von Travis Brashears, Cameron Ramos und Serena Grown-Haeberli gegründet wurde, zielt auf die Massenproduktion von optischen Transceivern ab. Diese Geräte wandeln optische Signale in elektrische Signale für Computer um, eine kritische Komponente für Rechenzentren. Die Gründer erkannten die Einschränkungen des Marktes, als sie eine neue Generation von rechenintensiven SpaceX-Satelliten entwarfen.
Die steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur wirkt sich auch auf die Preise für Speicherchips aus. Laut TechCrunch sind die Kosten für DRAM-Chips im letzten Jahr um das Siebenfache gestiegen. Dieser Anstieg unterstreicht die wachsende Bedeutung von Speicher in der KI-Infrastruktur. Da Unternehmen wie Anthropic und Mistral AI weiterhin Innovationen vorantreiben, wird sich der Bedarf an robuster und sicherer Infrastruktur nur noch verstärken.
AI Experts & Community
Be the first to comment