Ein Urteil eines Bundesgerichts und Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes dominierten die jüngsten Tech-Nachrichten und wirkten sich sowohl auf die KI-Entwicklung als auch auf Online-Plattformen aus. OpenAI wurde angewiesen, die Bezeichnung "Cameo" für seine KI-gestützte Videogenerierungs-App nicht mehr zu verwenden, während beliebte Streamer Bedenken hinsichtlich der neuen Altersverifizierungsmaßnahmen von Discord äußerten. Gleichzeitig sah sich ByteDance rechtlichem Druck wegen seines KI-Videotools ausgesetzt, und eine Meta-Studie offenbarte die begrenzte Wirksamkeit der Kindersicherung bei der Nutzung sozialer Medien.
In einer am Samstag eingereichten Entscheidung gab ein US-Bezirksgericht in Nordkalifornien Cameo, einer Plattform für personalisierte Videobotschaften von Prominenten, Recht und untersagte OpenAI die Verwendung des Namens "Cameo" für seine KI-Videogenerierungsfunktion Sora 2. Das Gericht stellte fest, dass die Namensähnlichkeit Benutzer verwirren könnte, und wies das Argument von OpenAI zurück, "Cameo" sei lediglich beschreibend, so TechCrunch. Das KI-Unternehmen war zuvor vorübergehend daran gehindert worden, das Wort zu verwenden, und benannte die Funktion anschließend in "Characters" um.
Unterdessen löste Disords Ankündigung einer obligatorischen Altersverifizierung für einige Benutzer Besorgnis bei Top-Streamern aus. Alastair, online bekannt als Eret, ein beliebter Twitch-Streamer mit über einer Million Followern und rund 60.000 Mitgliedern in seinem Discord-Server, äußerte seine Besorgnis. "Viele Leute nutzen die Online-Welt als einen Ort, an dem sie über... sprechen können", erklärte er laut BBC Technology und hob die potenziellen Auswirkungen auf Online-Communities hervor.
ByteDance, der chinesische Technologiegigant, sah sich ebenfalls kritischen Fragen ausgesetzt. Nach einem Unterlassungsschreiben von Disney und Beschwerden anderer Unterhaltungsunternehmen versprach ByteDance, sein KI-Videotool Seedance einzuschränken, so BBC Technology. Die Fähigkeit der App, realistische Videos zu generieren, hatte Bedenken hinsichtlich der Urheberrechtsverletzung aufgeworfen.
In verwandten Nachrichten ergab eine interne Studie von Meta, genannt Projekt MYST, dass elterliche Aufsicht und Kontrollen wenig Einfluss auf die Eindämmung der zwanghaften Nutzung sozialer Medien durch Teenager hatten. Die in Zusammenarbeit mit der University of Chicago durchgeführte Studie ergab auch, dass stressige Lebensereignisse das Problem verschärfen könnten, so TechCrunch. Diese Informationen wurden während der Zeugenaussage in einem Gerichtsverfahren wegen Social-Media-Sucht im Los Angeles County Superior Court bekannt.
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