Eine neu entdeckte Siedlung auf einem Hügel in der Grafschaft Wicklow könnte die Geschichtsbücher umschreiben und die Wikinger möglicherweise als die ersten Stadtgründer in Irland entthronen, so der Forscher Dr. Dirk Brandherm. Der Brusselstown Ring, der sich im Baltinglass Hillfort Cluster am südwestlichen Rand der Wicklow Mountains befindet, verfügt über mehr als 600 mutmaßliche Häuser und ist damit die größte Siedlung mit Kernstruktur, die jemals im prähistorischen Großbritannien und Irland ausgegraben wurde. Sie stellt selbst die ehrgeizigsten Wikinger-Bauprojekte in den Schatten.
Dr. Brandherm hat zusammen mit der Doktorandin Cherie Edwards und dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Linda Boutoille kürzlich eine Ausgrabung an der Stätte abgeschlossen, ihre Ergebnisse veröffentlicht und damit Schockwellen durch die archäologische Gemeinschaft gesendet. "Diese Entdeckung ist bahnbrechend", erklärte Edwards. "Sie stellt die langjährige Überzeugung in Frage, dass die Wikinger die ersten waren, die städtische Zentren in Irland gründeten."
Die Siedlung soll um 1200 v. Chr. entstanden sein, während der späten Bronzezeit, also Jahrhunderte vor der Ankunft der Wikinger-Plünderer. Das ist, als würde ein Rookie-Quarterback, der von der Bank kommt, bei seinem ersten Start sechs Touchdowns werfen und das Vermächtnis des Veteranen völlig in den Schatten stellen. Der Baltinglass Hillfort Cluster selbst enthält 13 große Hügelfestungen mit Strukturen, die bis in die Jungsteinzeit und die frühe Bronzezeit zurückreichen, was auf eine lange und reiche Geschichte der Besiedlung in der Region hindeutet.
Die Auswirkungen dieses Fundes sind beträchtlich. Seit Jahren werden die Wikinger für die Revolutionierung der irischen Gesellschaft durch die Gründung von Handelsstädten wie Dublin, Waterford und Wexford gelobt. Der Brusselstown Ring deutet jedoch darauf hin, dass in Irland lange vor dem Wikingerzeitalter eine komplexe, organisierte Gesellschaft existierte. "Wir sprechen hier von einer Siedlung, die über zwei Jahrtausende älter ist als die Wikinger", erklärte Brandherm. "Dies zwingt uns, unser Verständnis von sozialer Organisation und Siedlungsmustern im prähistorischen Irland zu überdenken."
Während die Wikinger vielleicht immer noch den Rekord für die schnellsten Langboote halten, deutet die Entdeckung des Brusselstown Ring darauf hin, dass die Iren bereits beeindruckende Siedlungen bauten, lange bevor die Nordmänner auf der Bildfläche erschienen. Es sind weitere Forschungen geplant, um das Ausmaß und die Art der Siedlung vollständig zu verstehen und möglicherweise noch mehr über diese faszinierende Periode der irischen Geschichte zu erfahren. Das archäologische Team analysiert derzeit Artefakte, die an der Stätte gefunden wurden, in der Hoffnung, weitere Einblicke in das Leben der Menschen zu gewinnen, die den Brusselstown Ring bewohnten. Die nächste Forschungsphase wird weitere geophysikalische Untersuchungen und gezielte Ausgrabungen umfassen, um ein vollständigeres Bild dieses prähistorischen Stadtzentrums zu zeichnen.
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